Habe heute noch einen kleinen Schnipsel von unserem Island-Trip hochgeladen. Darin retten meine Freundin und ich ein Schaf aus einer ganz prekären Situation. Seht selbst:
Eine gute Tat from anders-blog on Vimeo.
Habe heute noch einen kleinen Schnipsel von unserem Island-Trip hochgeladen. Darin retten meine Freundin und ich ein Schaf aus einer ganz prekären Situation. Seht selbst:
Eine gute Tat from anders-blog on Vimeo.
Zurück in der Heimat. Meine Freundin empfing mich erst am Bahnhof mit dem Auto und zuhause mit selbst gemachter Hühnersuppe.
Hmm …
Frankfurt war schön. Konnte nach dem letzten Set noch ein paar Songs von der Band erhaschen und war ganz begeistert. Phil Fill heißen die, wobei das, glaube ich, nur der Drummer und Sänger ist. Sehr netter Typ, aber das sind ja die meisten Musiker. Wollte sehen, ob die demnächst mal nach Hamburg kommen.
Überhaupt war das noch ein sehr netter Abend. Deswegen wollte ich heute ganz beschwingt so was wie #royalbaby kate kotzt bloggen, als mir eine andere Meldung ins Auge sprang. Da könnte ICH kotzen. In den Niederlanden haben jugendliche Fußballer nach dem Spiel einen Linienrichter zu Tode geprügelt, vermutlich, weil sie mit einer Entscheidung nicht einverstanden waren. Ich dachte ja, diese U-Bahn-Schläger bei uns wären ein neues Kapitel, aber wenn so was jetzt auch noch auf oder neben dem Sportplatz passiert, dann ist nicht nur Holland in Not …
Ganz nebenbei in diesem Zusammenhang die Top 5 der meist gelesenen Artikel auf welt.de …
Ohne Worte.
Und ein Nachsatz: Kate und William haben die Schwangerschaft auf facebook bekanntgegeben. Die Queen bei facebook! Und der Papst twittert jetzt. Überlege, nächste Woche einem lieben Menschen einen handgeschriebenen Brief zu schicken.
Heute Frankfurt. Bin extra früh losgefahren, weil im Netz stand, dass zwischen Hannover und Göttingen die Strecke gesperrt ist. Dann ging aber alles ganz gut. Hab in der Bahn ordentlich was geschafft. Notizen, Island-Film, Tagebuch. Mensch-Maschine. Würde mich gerne manchmal abschalten können.
Unterwegs wurde es dann plötzlich Winter, irgendwo bei Kassel. Da bleibt man ja auch immer mit dem Auto liegen, wenn man vergessen hat, Winterreifen aufzuziehen.
Aber jetzt bin ich da, und es ist ganz gemütlich hier. In Sichtweite ragt der Henninger Turm in die Wolken. Kenne ich noch aus der Sportschau, von diesem berühmten Radrennen. Hab gleich das Zimmer bezogen, in dem ich nachher lese, die anderen Künstler sind auch schon da. Schönes Konzept. Das Publikum wird auf die Acts verteilt und immer nach 20 Minuten ins nächste Zimmer geführt.
Unten probt die Band. Mir fehlt meine Musik.
Überlege, die Lesung mit ein paar allgemeinen Gedanken zu Banken zu beginnen, schließlich sind wir in Frankfurt, und es gäbe Einiges zu erzählen: Campinos Bruder und die 70 Millionen Euro Vorschuss, die neuen Untersuchungen um HSH-Chef Nonnenbacher, Gustl Mollath und die HypoVereinsbank … im Moment passieren wieder Dinge – man kann gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte.
Zwischen Zustand
Advent
Adventure
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Zement
alles geht
restless legs
nichts bleibt
nichts wird
mit 40 leiste ich mir Urlaub
mit 50 leiste ich mir Cashmere
mit 60 leiste ich mir ein Alkoholproblem
Heute im Schaufenster eines Hifi-Ladens ein Schild gelesen: Preise wie im Internet. Das ist symptomatisch. Deswegen gibt es Massenentlassungen in den Printmedien. Deswegen stirbt der Einzelhandel. Wenn Cybersex besser wäre, gäbe es auch keine Prostituierten mehr. Auf DMAX testet ein Kerl in Amerika Burger so groß wie Fußbälle. Ganz übel.
Hab eben mit meiner Freundin den neuen Bond geguckt. Am besten gefiel mir ein Dialog zwischen M und ihrem Nachfolger. Sinngemäß ging der so:
Sie: Sie feuern mich.
Er: Sie sollten in Würde abtreten.
Sie: Ich pfeife auf die Würde. Ich gehe, wenn die Arbeit getan ist.
Vielleicht sollte ich mir diese Worte merken …
Ansonsten? Morgen ist der 1. Dezember. Ich habe meiner Freundin diesen orientalischen Lindt-Kalender besorgt, den sie so super fand. Jetzt ratet mal, was ich bekommen habe? Einen HSV-Adventskalender. Tja, netter Versuch, gegen unser neues Bayern-Zimmer anzustinken …
Vor 2 Tagen gab es bei Spiegel Online einen bemerkenswerten Artikel. Laut einer Untersuchung in den USA fühlen sich Porno-Darstellerinnen dort besser als andere Frauen. Sie haben auch mehr Spaß an Sex, neigen jedoch auch zu erhöhtem Drogenkonsum. Also, was sagt uns das? Dass es oft anders ist, als wir denken, dass es ist? Keine Angst vor der Zukunft? Es gibt auch andere erfüllende Berufe?
Freue mich sehr auf die Lesung in Frankfurt am Sonntag. Bringt mich auf andere Gedanken. Der Auftakt zu meinen Literatur-Tagen war allerdings schon gestern Abend. Hab mich in St. Georg mit den Herren von minimaltrashart getroffen und über mein (altes) neues Manuskript gesprochen. Mal sehen. Einen kleinen Schock bekam ich später dann aber doch – es gibt jetzt so neuartige MP3-Juke-Boxen. Ich dachte, ich sehe nicht recht, wobei, zugegeben, die Auswahl ist natürlich größer. Andererseits war die Freude bei den alten Dingern größer, wenn man zwischen dem ganzen Müll denn mal einen schönen Song gefunden hatte. Und es ist auch einfach geiler, sich durch die bedruckten Cover zu pflügen …
Nicht, dass ich keine anderen Sorgen hätte, aber ich verfolge gerade mit einem Ohr die Diskussion, ob 800 Millionen Euro Honorar für den Insolvenzverwalter der deutschen Lehman-Tochter etwa zu viel seien …
Unfassbar. Klar, ich meine, das liegt ja am System, also nichts gegen den Mann persönlich. Der heißt übrigens Michael Frege und ist der Bruder von Campino. Das wiederum finde ich schon bemerkenswert, dass bestimmte Familien so einflussreichen Nachwuchs hervorbringen, aber auch mit allen Unterschieden (genauso wie bei den Grönemeyers). Und hier eben auch: der eine Finanzexperte, ja, sogar Insolvenzverwalter, der andere Punkrocker – wobei die Toten Hosen haben ja gerade in Hamburg gespielt, zwei Abende hintereinander in der O2-World. Ausverkauft! Irgendwo habe ich gelesen, die letzten Tickets, die es noch gab, waren so genannte VIP-Tickets für 159 Euro … nicht besonders punkig.
Ansonsten? Alles schreit nach einem Superhelden. Hier ist er: Der schtarke Bonzo …
… ich sach bloß: Lauft nur, Ihr Schurken!
Es ist kein Geheimnis mehr – meine Firma baut Stellen ab. Heute Morgen war eine Betriebsversammlung, danach kleinere redaktionsinterne Konferenzen, in denen Fragen gestellt werden konnten. Aber wer kann in so einer Situation schon klar denken?
Ich bin einfach nur leer. Leer und müde. Ich möchte das Thema auch eigentlich gar nicht zum Thema machen.
Deswegen schreibe ich heute nichts. War mit meinen Glücksbringern schwimmen, das hat mir gezeigt, was wirklich wichtig ist. Und jetzt gehe ich ins Bett, mit meiner Freundin, das ist auch wichtig.
ich hab´s doch gesagt. Ganz Deutschland echauffiert sich über den Münster-Tatort, der gar nicht in Münster gedreht wurde. Bin also nicht der Einzige, der sich verarscht fühlt.
Muensterland from anders-blog on Vimeo.
Zur Entschädigung gibt´s einen kleinen Happen von mir. Hab ich mal aus dem ICE raus gefilmt. Darunter liegt mein Lieblings-Film-Monolog aus „Absolute Giganten“, vom unvergessenen Frank Giering. Das Stück danach ist von mir. Seht es einfach als eine Art Teaser für meine Deutschlandreise an, die ich irgendwann mal mache. Bin mir aber, jetzt, da ich es sehe, ehrlich gesagt, auch nicht mehr ganz sicher, ob es wirklich noch Münsterland oder schon Osnabrücker Land ist …
Schlaft gut,
Gerrit
Bin total genervt von dem Münster-Tatort. Nicht einmal wegen der Musik, obwohl das ein Grund wäre. Also, man ist ja selber schuld, wenn man dem Fernsehen glaubt und denkt, wo Wolbeck drauf steht, ist auch Wolbeck drin, aber … keine Ahnung, vielleicht habe ich es auch nicht wieder erkannt, vielleicht bin ich schon zu lange weg, doch meines Erachtens war da nicht eine Einstellung aus meinem Heimatdorf. Eventuell die Kirche kurz vor Schluss. Aber die Kneipe? Nie gesehen. War das Albersloh? Oder Everswinkel? Dabei gibt es in Wolbeck soviel Geschichte, den alten Bahnhof, den Drostenhof, Franz von Waldeck und Dirk von Merveldt, den Tiergarten, Tripps Hügel, „Zibomo“ (Ziegenbocksmontag, unser Karneval, eine Woche vor Rosenmontag). Telgte ist auch nicht weit weg, das kennen die Grass-Fans. Es gibt aber tatsächlich auch einen Roman, der in Wolbeck bzw. Angelmodde spielt: „Weihrauch und Pumpernickel“ von Otto Jägersberg, das Buch ist damals (1964) voll eingeschlagen. Ich hab es mal vor Jahren im Antiquariat gefunden und letztens erst gelesen – super! Wollte Jägersberg daraufhin eigentlich mal kontaktieren. Der wohnt jetzt, glaube ich, in Baden-Baden und macht Filme.
Tja, so groß die Enttäuschung auch ist, vielleicht muss ich den Tatort als Anlass nehmen, mich endlich von meiner Heimat zu emanzipieren und Neuland zu betreten …