Ja N

Wieder in Hamburg. Voller Eindrücke. Aber auch ein bisschen voller Leere.

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Gestern einen super Abend mit meinem Kumpel Jan in Neukölln verbracht, da, wo er früher gewohnt hat. Sind durch alle Kneipen (b-lage, Stumpfes Eck etc.), durch alle Straßen. In seinem ehemaligen Haus Schudoma 45 ist unten nicht mehr der Frisör, sondern ein sehr netter Club, lese da vielleicht demnächst.

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Hab noch ein altes Handyfoto gefunden, das ich mal in der b-lage am Kicker gemacht hab. Rechts daneben das von gestern. Zwischen diesen beiden Bildern liegen ungefähr sieben Jahre. Oder sogar acht? Was soll ich sagen? Gute Freunde wachsen nicht auf Bäumen. Menschen, mit denen man im Bruchteil einer Sekunde von Nonsens zu ganz substantiellen Erkenntnissen wechseln kann. Und die auch so offen für diese Exkurse sind … (play)

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Es zerreißt mir ein bisschen das Herz, dass er Dienstag schon wieder in die Staaten fliegt. Auf der anderen Seite wünsche ich seiner Frau und ihm das Beste und bewundere ihn für diesen Entwurf. „Lebensmenschen“ sagt meine Freundin dazu. Menschen, die zum eigenen Leben irgendwie dazu gehören. Mit denen man keine Eingewöhnungszeit braucht, obwohl man sich Jahre nicht gesehen hat. Aber, wie gesagt, es hatte auch was von Before Sunrise, weil die Uhr so gnadenlos tickte.

Jetzt tue ich mich ein bisschen schwer, morgen wieder ins Büro zu stratzen. So ein schönes Wochenende. Fast zu viel. Überdosiert. Aber ein schöner Trip.

Mauerblümchen

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Ganz tollen ersten Abend in Berlin gehabt. Super Konzert, super viel Spaß mit den Jungs (gibt auch ein Backstage-Video, aber das muss ich erst editieren), meiner Schwester, deren Freundin und meiner Freundin gehabt. Auch das Hotel, das ich gebucht hab, ist klasse. Mit Balkon und Blick in den Garten, ganz untypisch und vergleichsweise günstig. Grenzfall heißt das und liegt genau an der Mauer-Gedenkstätte Bernauer Straße. Immer noch viele Leute, die sich das angucken. Gut so. Hätte ich heute auch gerne meinen Söhnen gezeigt. Naja, geht eben nicht alles. Ist ohnehin schon eine ganz, ganz reiche Zeit. Nutze sie aber auch gut. Gleich kommt mein alter Freund Jan, Wahnsinn, ein Höhepunkt jagt den nächsten. Kann überhaupt nicht mehr klar denken. Ein schöner, weicher, intensiver Rausch. Es lohnt sich, um sein Sozial- und Privatleben zu kämpfen. Gut für Leib und Seele. Ein Wunder, dass die Krankenkassen keine Maßnahmen dahingehend ergreifen, im Grunde ist so ein Wochenende Kur und Therapie in einem.

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Voll ver past

At last

Buch da. Ich weg. KREISCH! Egal, bin in Berlin, weil mein bester Freund aus Amerika zu Besuch ist, und zwar nur an diesem Wochenende. Murphy´s Law, dass die schönsten Dinge immer zusammenfallen und einen vor unlösbare Entscheidungen stellen. Gleich treffe ich mich aber erstmal mit meiner kleinen Schwester und gehe mit ihr zum Konzert meiner ehemaligen Bandkollegen aus Jugendzeiten, die spielen wieder mit ihrer Led Zeppelin-Coverband am Müggelsee. Zwei Abende hintereinander -Wow! Wenn das kein Trip in die Vergangenheit ist …

Heißer Herbst

Hot

Wieder Zuhause – schön! Hab geschlafen wie ein Stein und erst heute Morgen bemerkt, dass ich neben dem „Priority“- diesmal noch einen „HOT“-Sticker auf dem Koffer hatte. Bekloppter geht´s nicht. Aber immerhin war mein Koffer da, nur das zählt. Hatte ich erwähnt, dass er auf dem Hinflug in Sao Paolo liegen geblieben war?

Herbst

Musste feststellen, dass ich wegen der ganzen Filmerei kaum Fotos in Brasilien gemacht habe. Finde ich jetzt aber auch nicht schlimm. Genieße es einfach, wieder hier zu sein. Draußen regnet und stürmt es. Alles ganz herbstlich – bis auf meine sonnige Freundin, die mich gestern erst am Flughafen abgeholt, dann zu meinen Jungs und später zum Training gefahren und währenddessen auf mich im Vereinsheim gewartet hat. War ganz bezaubernd. DIE hätte auch einen „HOT“-Sticker verdient.

Ansonsten? Soll morgen mein Roman aus der Druckerei kommen. Kann es kaum erwarten. Die ersten Lesungen sind auch schon fix. Einfach mal bei minimaltrashart auf die Seite gucken. Ende des Monats kommt übrigens noch ein zweites, erwähnenswertes Buch, und zwar das neue von Philippe Djian, der Autor von u. a. Sainte – Bob. Und jetzt die große Preisfrage: Wie hieß dieser Roman in Deutschland? Genau: …

Abflug

Und ZACK ist die Zeit wieder um. Team und Moderator sind erschöpft, aber nicht unzufrieden. Hatten gestern noch einen Schnellschuss mit zwei deutschstämmigen Protagonisten in Sao Paolo, dem Manager Christian Müller und der Ingenieurin Camilla von Treuenfels, die uns erst ihren Arbeitsplatz gezeigt hat und abends, wie man Caipirinha macht. Ich bin allerdings beim Bier geblieben, ich deutsche Kartoffel. Meine Moskitostiche sehen jetzt aus wie Pocken, wahrscheinlich lassen die mich gar nicht ins Flugzeug. Also, ich denke, wir haben in der Kürze der Zeit eine gute Mischung bekommen. Den Rest sehen wir im Schnitt.

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Um Welt …

… ging es heute. Haben den Umwelt-Aktivisten Daniel Steidle auf seiner Farm getroffen. Interessanterweise war nicht nur die deutsche Identität Thema, sondern genauso die brasilianische, weil sich Steidle sehr stark für die indianischen Wurzeln einsetzt und dahingehend auch Vorträge hält. Er hat zwei Söhne, die gerade malten und Feuer machten und die Waschbären fütterten und zum Schluss noch ein deutsches Lieblingsbuch anschleppten, was mich sehr an die Kinderbücher meiner Söhne erinnerte, und jetzt vermisse ich die beiden ziemlich. Also meine. Naja, geht ja bald zurück.

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P.S.: Das Essen war übrigens der Hammer. Ganz simpel: Maniok-Suppe, Brot, Tee, Früchte – superlecker. Beneidenswerte Lebensart.

Stichhaltig

Heute in Rolandia angekommen und mit dem hiesigen Honorarkonsul Adrian von Treuenfels gedreht. Interessanter Mann, tolle Frau. Klasse Statements zum Thema Identität bekommen und hinterher noch lecker gegessen. Solche Begegnungen sind der Grund, warum ich meinen Job mag. Das reicht über den Zweck bzw. den Film hinaus. Das Anwesen ist auch schön. In der Garage stehen ein Jeep und ein Unimog. Und im Wald gibt’s angeblich Affen. Er hat mich eingeladen, meinen Familienurlaub bei ihnen zu verbringen. Das würde den Jungs sicher gefallen. Einziges Manko: Bin beim Drehen am (hauseigenen) See total zerstochen worden.

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Pomerode

War das Oktoberfest in Blumenau gewissermaßen noch der Karneval zur deutschen Ideal-Utopie, scheinen sich die Einwohner von Pomerode diese Utopie als Stadt faktisch erbaut zu haben. Das Deutsche hat einen hohen Stellenwert und keiner kann es so richtig erklären. Wahrscheinlich ist schon so, dass wenn du ein Kind von Auswanderern bist, du Zuhause auch ständig hörst, dass deine richtige Heimat ganz woanders ist. Und wenn man dann noch anders aussieht …

Wir sind im Hotel Schroeder untergekommen. Ein Mensch vom Spiegel war natürlich auch schon da. Möchte mal an einen Ort kommen, an dem noch kein Kollege vor mir war.

Immerhin: Hab mein schwarzes Notizbuch doch nicht im anderen Hotel liegen lassen (hatte schon das Team wahnsinnig gemacht) und meine erste Scheibe Schwarzbrot seit einer Woche gegessen.

 

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Gott, Wetter

Gestern vormittag die Zeit für ein paar Außenschüsse und Stadttotalen genutzt. Sollte eigentlich regnen. Aber der Himmel hielt sein Versprechen und dicht, und die Sonne schien nicht nur so als ob. Wenn Engel reisen … Da fällt mir ein: Mein Kameramann heißt wirklich so!?

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