Absolute Giganten

Thementhementhementhementhemen. Erarbeite in meiner neuen Funktion als Producer gerade jede Menge Themen, die dann ggf. vom Sender beauftragt werden. Das ist relativ aufwändig, aber auch schön, weil man tatsächlich bei den vielen interessanten Themen mit vielen interessanten Menschen telefoniert, und zwar jeden Tag. Habe in den letzten Tagen u.a. mit verschiedenen NGOs zum Thema Meeresschutzgebiete telefoniert, gestern noch mit einer Dokumentar-Filmerin, die sich auf Opfer rechter Gewalt spezialisiert hat, und mich nebenbei in ein paar neue Themen eingelesen, von denen ich vorher mal so überhaupt keine Ahnung hatte (über die ich hier aber auch nicht so offen sprechen kann). Es ist anstrengend, man muss schnell „umswitchen“ und abstrahieren können, entscheiden, ob einen eine Geschichte weiterbringt oder nicht, aber unterm Strich ist es immer wieder erstaunlich zu sehen, wieviele Menschen sich mit Leib und Seele und gegen Widerstände für Dinge einsetzen, die ihnen wichtig sind. Das inspiriert mich auf viele Arten. 


Kurz gesagt: Es ist gerade viel Kopfarbeit, und ich freue mich auf den anstehenden Urlaub nächste Woche mit der Familie. Am Montagabend gab es schonmal einen kleinen „Vorgeschmack“, weil wir uns im Zeise eine Sondervorstellung des Filmklassikers Absolute Giganten angeschaut haben. Eigentlich wollte ich da nur mit meinem alten Kumpel Sven hin, dachte dann aber, ich würde diesen Film gerne mal unseren Söhnen zeigen (nicht Svens und meinen Söhnen, ihr wisst schon …). Habe ich dann mit meiner Frau besprochen, die fand die Idee gut, ist immerhin der Hamburg-Film, wie ich finde. Leider hatte der Älteste keine Zeit, doch die beiden anderen bekundeten spontan Interesse, und so wurde es zu einem lustigen, warmherzigen Freunde- & Familien-Ausflug.

Das Tolle: Florian Lukas war als „Stargast“ da (er spielt gerade Theater in Hamburg) und hat ein bisschen von damals erzählt, über Frank Giering und Antoine, der „damals schon meinte, ein Weltstar zu sein“. Danach kam noch ein sehr netter Typ auf die Bühne, Matti oder so, der gerade den Original-Granada wieder komplett neu aufbaut. Sie haben im Hintergrund auch eine kleine Diashow von der Entkernung abgespielt, Wahnsinn.

Jedenfalls war es ein schöner, erinnerungswürdiger Kino-Abend (habe mal wieder festgestellt, dass die Zeise-Kinos ein gutes Programm machen) mit einem sehr guten Freund, meiner tollen Frau – und die Tatsache, dass die Jungs gespürt haben, dass es ein besonderer Film mit einer besonderen Geschichte dreier Freunde ist, die ihre letzte gemeinsame Nacht abfeiern, bevor einer von ihnen am nächsten Morgen zur See fährt, hat mich sehr gefreut und berührt. Vielleicht werde ich keine Immobilien vererben, aber zumindest das.

Besonders stolz darauf bin ich, dass ich Florian Lukas zwar noch für den schönen Abend gedankt habe (er hat sich aufrichtig gefreut), aber darauf verzichtet, ein Foto mit ihm zu machen.

Ärgert mich jetzt ein bisschen.