HELT en der Kunst

Hatte gestern mal wieder so ein eindrückliches Erlebnis, das ganz gut zu dem letzten Eintrag vor ein paar Tagen passt. Wir haben den Krimi im ZDF geguckt. Der war wirklich okay (auch wenn ich unterbewusst sehr lange währenddessen nachdenken musste, wie die Schauspielerin Janina Fautz, die die Tochter der Ermordeten gespielt hat, bei Wilsberg heißt – da sitzt sie im Rollstuhl und ist ein IT-Genie – bis es mir einfiel: Merle), bis ich im Abspann plötzlich hellhörig wurde, weil da ein ganz toller Song lief, der mich sofort getroffen hat. Hab dann zurückgespult (moderne Technik sei Dank) und den Song „shazamt“, seit Ewigkeiten mal wieder, auch etwas hoffnungslos, weil ich dachte, es wäre eigens für den Film komponierte Musik, aber es gab einen Treffer: The last Dance ever von HELT. Ich habe den Song dann sofort bei Spotify angespielt (dafür ist es ja gut) und gesehen, dass das Komponistenduo HELT gerade mal 3000 monatliche Hörer hat und der Song selber auch nur 60.000 Aufrufe, und das hat mich so umgehauen und mit Respekt erfüllt, weil man mit diesen Zahlen natürlich überhaupt nicht von seiner Musik leben kann. Und dass aber andererseits auch manchmal aus dem oft als „muffig“ bezeichneten, öffentlich-rechtlichen Rundfunk solche Perlen gehoben und der breiten Öffentlichkeit zugeführt werden. Auch toll. Doch die Leidenschaft und die täglichen Herausforderungen dieser beiden Künstler hinter diesem Song zu erahnen und zu wissen, dass die trotzdem immer weiter machen, hat mich tief berührt.

https://open.spotify.com/track/27gSJzDOZuECVvaatyJ6NU?si=HIqzsedsSPaPz6ORnJs2dQ

Ich verlinke den Song hier so, dass die Jungs hoffentlich ein paar Cent daran verdienen. Und wenn ihr mal wieder auf ein Konzert gehen wollt -e s müssen nicht immer die großen Bands sein. Die haben Geld genug.