Eigentlich …

Der Herbst ist da. Es regnet junge Hunde, aber es ist noch nicht kalt. Leider erschwert der Regen gerade enorm meinen Job. Morgen geht es nach Nordnorwegen für Terra X. Eigentlich ein toller Tripp, aber es scheint da auch gerade jeden Tag zu regnen, was das Drehen (vor allem mit der Drohne) natürlich etwas erschwert. Und es immer zu thematisieren, dass es regnet, macht auf Dauer auch keinen Spaß.

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So wird’s gemacht …

Am Freitag hatte ich noch Glück, da haben wir für dieselbe Produktion den Abschied der zweiten Protagonisten-Einheit gedreht; die in der Nähe von Rothenburg, die ich letztens noch besucht habe. Jedenfalls ist es da trocken geblieben, und wir konnten das letzte Fahrbild, wie geplant, mit der Drohne drehen: im Vordergrund Freunde und Familie beim Winken, LKW fährt los, Kamera geht hoch, immer höher, bis man über das flache Land hinwegschaut und das grüne LKW-Wohnmobil ganz hinten am Horizont verschwindet. Das ist mittlerweile tatsächlich eher Dokumentar-Film, wenn man sich die technischen Möglichkeiten von heute ansieht. Was alles möglich ist, was früher Millionen gekostet hätte (oder zumindest tausende ;-). In dem Bereich haben die Digitalisierung und der technische Fortschritt tatsächlich die Produktionsbedingungen demokratisiert. Nicht umsonst entstehen heutzutage mit kleinen Mitteln große Werke – was nicht heißt, dass nur, weil jetzt jeder Musik produzieren oder Filme machen kann, nicht auch ganz viel Müll die Medienlandschaft überschwemmt. Aber das war in Wahrheit früher auch nicht anders.

Ansonsten trifft der Job-Stress auf private Termin-Doppelungen. Habe nächstes Wochenende eigentlich eine Einladung zu einem Ehemaligentreffen meiner Grundschule in Warstein. Eigentlich ein total netter Termin. Aber eigentlich wäre es auch schön, zuhause zu bleiben, weil mein jüngster Sohn am selben Tag mit seiner Mannschaft gegen Rahlstedt spielt, also direkt vor der Tür. Da wäre ich natürlich gerne dabei, zumal die Jungs in der Woche darauf mit ihrer Mutter in die Herbstferien fahren. Manchmal wünschte ich, ich könnte mich zerteilen. An solchen Wochenenden zumindest. Dann rede ich mir ein, dass Väter im Knast oder auf Bohrinseln oder in den obersten Manager-Etagen ihre Kinder womöglich noch seltener sehen. Macht es aber nicht viel besser.

Ansonsten? Erhalten Kollege Stuertz und ich im Moment ganz viel tolles Feedback für unseren Alphabeten-Podcast. Die neue Doppelfolge mit Karen Köhler ist aber auch zu lustig. Vor allem der zweite Teil! Bitte gerne reinhören und weiterempfehlen …

Und? Weil ich sonst meistens tote Tiere poste, heute mal etwas Lebendiges. Eine kleine Maus, die mir am Freitag beim Dreh vor die Linse gelaufen ist. Süß, oder? Ich könnte auch Tierfilmer werden. Vielleicht drehe ich einen Film über unsere Kater. Die würden als erstes die Drohne vom Himmel holen!

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15. September 2019 von Gerrit
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Verzweifelter Versuch einer Zusammenfassung

Rückenschmerzen. Zuviel Arbeit. Knöchelschmerzen. Bin Donnerstagabend nach einem schönen Essen mit meinem Sohn über einen hochstehenden Pflasterstein gestolpert. Nix Dramatisches passiert, aber mir ist schmerzhaft bewusst geworden, dass ich noch meilenweit von der Normalform entfernt bin.

Mein ältester Sohn erzählte mir beim Essen, er schreibe nächste Woche eine Geschichtsarbeit über die Weimarer Republik und die Machtergreifung, und weil es mich interessierte und ich auch nicht mehr alles parat habe, fragte ich ihn, wie das nochmal alles war damals. Wie war die Stimmung im Land? Warum konnten die Nazis plötzlich so populär werden? Warum geriet der Aufstieg Hitlers zur Macht letztlich so leicht? Und mein Sohn referierte, und ich war ganz froh, dass die jungen Menschen das immer noch in der Schule lernen, und fand es vor diesem Hintergrund noch schwieriger zu verstehen, warum die AfD aktuell so einen Zuspruch erhält.

Gestern im Supermarkt hörte ich plötzlich hinter mir einen Typen in meinem Alter mit grauem Seitenscheitel in Steppjacke und Hemd murmeln: „Fremd im eigenen Land, das wird sich bald ändern.“ Einfach so. Ein ganz „normaler“, smarter Typ. Ich dachte, ich höre nicht richtig. Als ich wieder bei Sinnen war, hatte er sich schon verpisst. Also, das war kein Tourette oder so, das kam aus tiefstem Herzen. Klar, solche Leute gab es auch schon, als ich klein war, aber in der Mehrzahl der Fälle haben diese Menschen lieber die Klappe gehalten. Weil es ein Tabu war. Zurecht. Aber jetzt sind solche Sätze eben salonfähig geworden. Nach dem Motto: Das wird man IMG_0629ja wohl noch sagen dürfen! Ganz ehrlich, ich werde das beobachten und mich in der Zwischenzeit schon mal nach möglichen Exilländern umschauen. Und meine Nachfahren politisch auf links ziehen. Heute ist mein jüngster Sohn hier, der geht auf die Klima-Demos. Schon mal gut. Wir haben seinen 16. Geburtstag nachgefeiert. Er reitet gerade auf so einer Retro-Welle, ganz angenehm, habe ihm u.a. ein altes Rennrad von mir fertiggemacht und „vererbt“. Kam gut an. Noch nachhaltiger ist allerdings ein Buch, das ich an ihn weitergereicht habe: „Ich habe sieben Leben“ von Frederik Hetmann, ein Buch über Che ihslGuevara, das mir meine große Schwester zum 18. Geburtstag geschenkt hat. Jetzt, fast 30 Jahre später, gebe ich es weiter. Es sind zwei Widmungen drin, eine von meiner Schwester an mich, eine von mir an ihn. Ein gutes Gefühl.IMG_0628 Dass der Knöchel noch so empfindlich ist, nervt mich ein bisschen. Score Hero unkt schon: „Das Ende einer Ära“. Fühle mich aber in der Tat noch ein bisschen schwach auf den Beinen. Liegt auch daran, dass ich bei der Arbeit gerade ein bisschen überrannt werde. Da freute mich doch eine Nachricht meines Alphabeten-Kollegen Sebastian, der heute Vormittag mit Karen Köhler die zweite Folge unseres Podcasts mit ihr gegengehört hat:

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Das wird ein Spaß!

07. September 2019 von Gerrit
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Karmaback

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Reiche Tage. War zwei Tage auf Recherche in Rothenburg ob der Tauber. Ich war tatsächlich auch zum ersten Mal da, obwohl das eine der berühmtesten deutschen Städte ist – ein absoluter Touristenmagnet. Klar, sieht man auch, es gibt diese Flagship-Stores der alten Marken: Käthe Wohlfahrt, Steiff-Tiere, alte Bäckereien und Gasthöfe wie aus dem 19. Jahrhundert (aber mit chinesischer Speisekarte im Fenster), fast wie eine Filmkulisse. Und tatsächlich soll diese eine Weggabelung (s. drittes Foto) auch ein Szenario in dem Spiel „Assassin´s Creed“ sein, naja, keine Ahnung. Wird das überhaupt so geschrieben?

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Jedenfalls habe ich dort Protagonisten besucht, die sehr nett waren und mir noch das Weihnachtsmuseum gezeigt haben, aber nicht, weil sie so stolz darauf sind, sondern weil sie es auch ein bisschen crazy finden. Es war so, wie ich immer sage: Diese Tage, an denen man mit Leidenschaft, aber ohne allzu viel Kostendruck oder Produktionsstress seine Projekte verfolgt und dabei noch Land und Leute kennenlernt, sind meine Lieblingstage. Beruflich betrachtet. Das tolle Wetter war aber natürlich auch hilfreich …

Als ich dann gestern Abend wieder zuhause ankam, war Post für mich da. Ein großer Briefumschlag. Dachte schon, vom Finanzamt, aber es war viel besser. Die damalige, erste Kindergärtnerin meiner Söhne hat offenbar klar Schiff gemacht (vielleicht geht sie in Rente) und dabei alte Fotos und Zeichnungen meiner Söhne gefunden. Und anstatt sie einfach wegzuschmeißen, hat sie mir einen kleinen, bezaubernden Brief geschrieben (sinngemäß: was für tolle Jungs und dass sie sich gerne an beide erinnere) und mir die Sachen zugeschickt. Habe mich wahnsinnig darüber gefreut. Es war damals privat keine leichte Zeit, und in dieser doch sehr weiblich dominierten, ersten Erziehungswelt gab mir diese Kindergärtnerin damals schon das gute Gefühl, dass auch ich als Vater einen guten Job mache und eine wichtige Rolle spiele. Das klingt jetzt profan, aber ich fand es vergleichsweise außergewöhnlich. Und in der Tat sind mir aus der Zeit nicht viele Erinnerungsstücke geblieben … Danke!

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Ansonsten? Lese ich gerade mit einer gewissen Bestürzung die durchwachsenen Rezensionen zu Karen Köhlers neuem Roman (hier eine gute Zusammenfassung der kritischen Stimmen: Miroloi). Sie war ja bei uns, den Alphabeten, zu Gast. Es war ein toller Abend, und ich finde auch, es ist ein tolles Buch, aber, ja, Sebastian und ich lesen natürlich anders als ein Rezensent der ZEIT. Zum Glück. Trotzdem bleibt das ungute Gefühl, dass man als KritikerIn auch nichts Nettes oder Positives mehr schreiben kann, wenn schon ein bestimmtes Maß überschritten ist. Will sagen, man kann die Steine, die geflogen sind, nicht in der Luft wieder einfangen. Es beschäftigt mich gerade, dieses Thema. Habe nämlich selbst gerade für mein neues Literaturprojekt ganz gutes Feedback bekommen. Ist aber auch schon eine Überarbeitung. Muss aber noch ein bisschen weiterarbeiten, bevor man da mehr verraten kann. Weiß auch nicht, ob ich da jemals etwas zu verraten haben werde, aber ich gebe alles. Literatur ist was Feines, aber man muss auch für sich entscheiden können, wie sehr man sich von Kritik treffen lässt. Oder wie wichtig einem die formale Anerkennung ist. Wobei es natürlich auch immer auf die Kritik ankommt. Aber ich erinnere mich, dass ich bei „Kunststoff“ auch einen Verriss (so viele waren es nicht) richtig doof und auch ein bisschen unberechtigt fand. Das ist dann schon schwer zu ertragen. Aber was will man machen?

Und? Mein Score Hero-Avatar ist jetzt so alt und krank und abgenutzt, dass es nicht mal mehr für Nizza reicht. Musste noch einmal wechseln. Spielt jetzt bei … Leverkusen. Zum Brüllen komisch.

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Und? Es war schön, gestern Abend nach Hause zu kommen. Und dass da jemand war, der sich freut, dass man kommt. Und dass da jemand bleibt und wartet, wenn man mal kurz weg ist. Dass da eine zweite Hälfte ist, die einen komplettiert. Das ist Glück.

Keine halben Sachen

Keine halben Sachen

 

 

23. August 2019 von Gerrit
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Deutschland im Sommer

Zuerst die schlechte Nachricht: Die AfD plakatiert wieder die ganze Stadt mit einem „Veranstaltungshinweis“: Araber-Clans gegen Deutschland. Kampf der Kulturen! Der Ton verschärft sich. Und er stinkt zum Himmel, weil der Begriff „Kultur“ aus dem Sprachrohr einer Partei wie der AfD natürlich auch gefärbt ist. Also, sagen wir so, ein Beispiel aus der Geschichte: Die Nazis haben es auch als Kulturauftrag angesehen, „entartete“ Kunst zu vernichten.

Jemand, der diese Entwicklungen zurück ins Mittelalter auch sehr literarisch, differenziert und menschlich beobachtet, ist Ferdinand von Schirach. Lese gerade „Kaffee und Zigaretten“. Hat mir meine Freundin geschenkt, weil ich krank war. Und wenn sie als Kind krank war, hat sie auch immer etwas geschenkt bekommen. Bezaubernd. Wo war ich? Ach so, Kaffee und Zigaretten. Tolles Buch, allerdings ganz schön viele Schachtel-Sätze (Haha, wegen Zigaretten, ihr wisst schon). Nein, im Ernst, sehr inspirierend, auch gut für den Feierabend, da die Geschichten immer recht kurz sind. Ein paar Ideen kenne ich bereits aus „Herzlichkeit der Vernunft“, aber das ist auch interessant zu sehen, wie diese Ideen von einem Buch zum nächsten über sich hinaus wachsen. Einen außergewöhnlichen Gedanken, den er zitiert (und nicht als seinen verkauft, was ich sehr sympathisch finde), stammt von William Faulkner, zumindest zur Hälfte, es ist nämlich nicht ganz klar, ob von Schirach das Zitat nur teilt oder ergänzt. Wörtlich heißt es im Buch: Das Vergangene ist nicht tot, schrieb William Faulkner einmal. Es ist nicht einmal vergangen.

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Quelle und Buchtipp: Ferdinand von Schirach: Kaffee und Zigaretten, Luchterhand

Gehe seit Dienstag ohne Krücken – und deshalb auch wieder ins Büro. Bin die ersten zwei Tage mit Bus und Bahn gefahren, weil ich dachte, Auto fahren würde noch nicht gehen. Außerdem muss ich nächste Woche eigentlich erst in die Werkstatt. Dann haben mich die kurzen Fußwege aber so geschlaucht, dass ich beschlossen habe, jetzt wieder mit dem Auto zu fahren.

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Das ist kein Foto-Trick …

Lustigerweise kam an dem Tag, an dem ich das erste Mal ohne Krücken und ein bisschen schwerfällig ins Büro gerumpelt kam, draußen vor dem Fenster eine alte Bekannte zu Besuch: eine einbeinige Krähe, die wir hier schon ein paarmal beobachtet haben. Das hat wirklich mein Herz gerührt. Bin kurz davor, Futter zu streuen, wenn es jetzt kälter wird.

Meine Lebensgefährtin kauft aus Gewohnheit immer die BUNTE (obwohl sie sich jedesmal wieder fragt, warum sie da eigentlich tut). Es ist ja auch nichts dagegen einzuwenden, ein bisschen Promi-Klatsch & Tratsch unter die Leute zu bringen. Und ich habe auch nichts gegen unterhaltsame Spekulationen, wenn es nicht fies und unwürdig wird. Aber ich habe den Eindruck, die BUNTE verliert da ein wenig das Augenmaß. Manche Untertitel haben wirklich BILD-Niveau. Und ich an, nicht einmal die BUNTE versteht das als Kompliment.

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Und das ist noch harmlos …

Ansonsten? Hatten die Alphabeten am Dienstagabend Karen Köhler zu Gast. Wurde ein langes Gespräch, sehr lustig, sehr klug, hinten raus auch ein bisschen emotional, alles in allem ein nahezu legendärer Abend. Hoffe, das vermittelt sich später auch in der Sendung.

Und? Habe meine Söhne nach fast 5 Wochen wieder gesehen. Gleich am ersten Arbeitstag kam mein ältester Sohn mittags zum Essen in die Kantine, morgen kommt der Jüngste zu uns nach Hause und bleibt über Nacht. Schön. Das Leben geht weiter, natürlich, wie sollte es auch anders gehen? Es macht keinen Sinn, sich ständig zu fragen, wo die Jahre geblieben sind. Und warum alles so schnell geht. Das Vergangene lebt. Es überlebt uns sogar. Morgen oder Übermorgen.

16. August 2019 von Gerrit
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Bußfall

War heute nochmal zur Röntgenkontrolle. Krücken sind weg! Merke allerdings, dass mir das normale Gehen noch ziemlich schwerfällt. Trotzdem, eine ganz neue Perspektive. Der Arzt meinte, übernächste Woche könnte ich anfangen zu joggen, in vier Wochen vielleicht schon wieder ein bisschen kicken. Werde versuchen, die Gratwanderung zu meistern, zwischen schnell wieder fit machen und nicht überpacen.

Habe unter Woche eine ganz reizende Videobotschaft meiner Mannschaftskollegen erhalten, nach dem Motto: Junge, komm bald wieder. Erwähne das deswegen, weil es da wieder eine Parallele zu meinem Handy-Game „Score Hero“ gibt. Da wurde mein Avatar „Anders“ auch wieder mit warmen Worten in die Nationalelf zurückberufen …

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Ansonsten freue ich mich, dass ich die letzten Krankentage genutzt habe, um zu entrümpeln. Ein paar Dinge sind tatsächlich in den Alltag eingeflossen, z.B. diese kleine „Pauline“, in der jetzt unser Basilikum steht und diese schlichte Tasse aus der Uni-Mensa in Münster, die jetzt auch über 20 Jahre auf dem Buckel haben müsste.

IMG_0469EE858A52-F901-474B-B015-A61C6CFF36C7Irgendwie sind diese kleinen Dinge wichtig, die eine gewisse Beständigkeit aufweisen, in Zeiten wie diesen, in denen man alle sechs Monate ein neues Ladekabel braucht oder alle zwei Jahre ein neues Telefon. Da fällt mir ein. Meine Lebensgefährtin hatte diese Woche irgendwie Lust auf ein Überraschungsei. Und ich wollte dann – wie früher – das Gimmick zusammenbauen, so eine Art Kriegssportflugzeug. Doofe Anleitung, doofes Teil, und es funktionierte am Ende nicht mal richtig. War alles krumm und schief. Hab es dann einfach weggeschmissen. Abgesehen davon, dass es ein kleiner, sinnloser Müllberg war, habe ich mir zudem vorgestellt, was gewesen wäre, wenn ich das einem Kind geschenkt hätte … totaler Reinfall.

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Ich freue mich wieder auf den Sport! Gesunder Geist in gesundem Körper, sage ich ja immer, und für den Geist habe ich in den letzten Wochen genug getan. Morgen interviewen die Alphabeten Karen Köhler. Das wird sicher auch interessant. Außerdem ist die Doppel-Folge mit der Literaturexpertin Karla Paul jetzt online. Könnt ihr ja mal reinhören …

 

12. August 2019 von Gerrit
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Weg damit

R.I.P. Vergangenheit

R.I.P. Vergangenheit

Habe die letzten Krankentage genutzt, um ein bisschen zu entrümpeln. Habe also das gemacht, was man eigentlich nicht machen sollte, wenn man sich alt und krank fühlt, nämlich in den Requisiten seiner Kindheit und Jugend zu wühlen. Dabei ist natürlich einiges zum Vorschein gekommen: Kontoauszüge meines ersten Girokontos, der erste Dauerauftrag, Taschengeld von meiner Mutter, fünf Mark im Monat, später acht, in der Oberstufe mehr, da habe ich aber auch schon selber gearbeitet (die Quittungen habe ich auch noch gefunden), für eine Gebäudereinigungsfirma und ein Betonwerk, später als Roadie und DJ. Und erste Gehversuche als Journalist.

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Da wollte wohl jemand Comiczeichner werden

Außerdem mein Taufbesteck, jede Menge Schulhefte aus der siebten Klasse, Deutschaufsätze aus der zehnten und Matheaufgaben aus der Mittelstufe, die ich heute überhaupt nicht mehr verstehe.
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Und alte Bücher, das Jahrbuch meiner Highschool in Amerika, mein Trainingsheft aus meiner Leistungssport-Phase als Mittelstreckenläufer, inklusive Marschtabelle meines Vaters für eine Zeit unter 16 Minuten auf 5000 Meter. So schnell war ich allerdings nie …

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Und natürlich auch die großen „Werke“, die das Ende meiner Unschuld eingeläutet haben: die Doktorarbeit und mein erster Romanentwurf. Als ich diese dicken Wälzer in den Händen hielt und mich erinnerte, dass ich damals ja schon drauf und dran war, zum ersten Mal Vater zu werden, dachte ich plötzlich, dass es eigentlich ein Wunder ist, wie ich das alles damals geschafft habe. Vielleicht dazu demnächst mehr, werde da, glaube ich, mal wieder einen Blick reinwerfen. Wobei mir immer Karl Lagerfelds Worte in den Ohren klingeln, dass er (seine) Archive immer gehasst und nie einen Blick zurück verschwendet habe. Eigentlich gut.

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Nebenbei auch ein Glas und eine Tasse wiedergefunden, die mir ein guter Freund geschenkt hat, nachdem wir 1997 eine kurze Zeit gemeinsam in Dänemark verbracht haben. Ich habe sie gestern gefunden und heute, einen Tag später, habe ich zufälligerweise ein Brief von ihm bekommen. Mit einer sehr traurigen Nachricht: Sein Vater ist gestorben. Das hat mich sehr berührt. Vielleicht, weil ich auch zwei Tage im Gestern unterwegs war. Warum manchmal Dinge passieren oder sich tiefe Eindrücke bilden wie im Inneren eines Wirbelsturms, während andere Tage wie kleine Wölkchen vor sich hin schweben, wird mir immer ein Rätsel bleiben.

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Bin, was meine Schulsachen und Klassenarbeiten angeht, ein bisschen überrascht, wie ordentlich ich damals geschrieben habe. Ich weiß, dass ich dieses Schönschreiben mit meinem Vater üben musste, und ich war nicht der größte Fan davon – sicher eine der Sachen, für die man, um sie zu schätzen, älter werden musste. Es ist eigentlich schade, dass man heutzutage kaum noch mit der Hand schreibt. Es ist natürlich auch leichter, Notizen wie diese einfach in sein Smartphone zu sprechen, anstatt sie erst mit der Hand zu schreiben und dann noch einmal abzutippen. Vielleicht sollte ich mal diese digitalen Stifte ausprobieren. Habe überhaupt keinen Schimmer, wie sich das anfühlt …

08. August 2019 von Gerrit
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Würde! Ich, Anders, machen

Immer noch an Krücken, vielleicht die letzte Woche. Merke, wie mir der Sport fehlt, wie ich es vermisse, einfach eine Tasse Kaffee von A nach B zu tragen, ohne die Hälfte zu verschütten, wie mir langsam die Decke auf den Kopf fällt.

Die allgemeine Ruhe führt allerdings auch zu guten Gedanken. Ideen. Sätzen. Lese auch mehr als sonst. Habe im Moment große Freude an so kleinen Gedichten:

die Natur
der Dinge
zurück

erobert
ein Tautropfen
mit Gedächtnisschwund

Und ich bin am Wochenende mal wieder durch meine Fotos gegangen. Habe im letzten Jahr immer mal wieder tote Tiere fotografiert, vor allem auf der Straße. Weil mich das berührt. Weil der Mensch da rücksichtslos alles platt fährt, aber auch weil die Tiere dann einfach so liegen gelassen werden. Und weil ich festgestellt habe, dass man den Tieren durch den richtigen Blickwinkel und den passenden Ausschnitt etwas von ihrer Würde zurückgeben kann.

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06. August 2019 von Gerrit
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Teil-Belastung.

Teil-Belastung. Belaste meinen kaputten Fuß nur teilweise. Mit einem Druck, der ungefähr 20 Kilogramm entspricht. Weil er, der Fuß, der vollen Belastung womöglich noch nicht standhält. Frage mich, ob das nicht auch auf andere Körperteile übertragen werden kann; dass man zeitweise vielleicht auch sein Gehirn oder sein Herz teilbelastet, vielleicht sogar unbewusst, ganz ohne ärztliche Anweisung. Weil auch alles andere dem Druck manchmal nicht standhält!?

Ach, was weiß ich? Konnte ja nicht einmal das Kreuzworträtsel in der BUNTEN lösen. Da waren echt ganz schwierige Fragen drin: Fluss in Schottland mit X Buchstaben? Wie in den alten Kreuzworträtseln meiner Oma. Und im Internet nachgucken, mache ich nicht. Mut zur Lücke. Das Rätsel in der MOPO ging dann aber ganz gut, hat mein Ziehsohn gemacht. Und ich habe ihm geholfen, wenn er nicht weiterwusste.

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Ich war mal ganz schlau. So vor 20 Jahren. Jetzt lese ich und recherchiere wirklich interessante Themen, vergesse die Hälfte jedoch sogleich wieder. Hab mir früher allerdings auch immer Notizen gemacht und diese dann bis zum Erbrechen „studiert“. Deswegen heißt es ja auch Studium.

Habe gerade eben das neue Buch von Karen Köhler durchgelesen: Miroloi. Es erscheint erst am 19. August, aber wir haben es jetzt schon bekommen, weil die Autorin demnächst bei den Alphabeten zu Gast ist. Ich bin mir nicht sicher, ob es noch eine Sperrfrist gibt, deswegen will ich gar nicht zuviel verraten.

Nur soviel: Die kreative Arbeit mit der Sprache gefällt mir sehr. Die Wortschöpfungen und Satzkonstruktionen. Ich sammele ja immer „gute Sätze“ oder gute Passagen, um sie dann im Interview auch mit den Autoren und Autorinnen zu besprechen, und diese guten Sätze lese ich, wenn ich beim Lesen des Buches drüber stolpere, immer sogleich mit der Sprachfunktion des Smartphones ein, das geht am schnellsten. Und bei vielen guten Sätzen in diesem Buch von Karen Köhler kapituliert diese Funktion, weil der Computer die Worte nicht kennt und er sich auch nicht vorstellen kann, dass sich jemand solche Worte ausdenkt und schreibt. Und das, glaube ich, ist ein schönes Kompliment.

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Parallel habe ich abends, wenn ich mit meiner Freundin beim Pferd war (damit mir zuhause nicht die Decke auf den Kopf fällt), in einem anderen kleinen Buch gelesen, das ich in letzter Zeit immer in der Tasche mit mir herum trage: Die Herzlichkeit der Vernunft, Gespräche zwischen Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge. Kluge-Gespräche, wenn man so will. An einer Stelle fragt der Jurist und Schriftsteller Kluge den Juristen und Schriftsteller von Schirach, wann er denn vom Juristen zum Schriftsteller gewechselt sei. Und von Schirach erzählt erstmal von den Gemeinsamkeiten der Gewerke, dass nämlich der Verteidiger auch immer dem Richter einer Geschichte erzählen müsse, die dem Richter den Angeklagten näher bringt und menschlicher macht, um so womöglich das Urteil zu mildern. Und am Ende kommt er zu der Erkenntnis: „Der Leser ist, wenn Sie so wollen, der Richter des Schriftstellers.“

Wenn das nicht utopisch und völlig verfehlt wäre, müsste man die Menschen eigentlich zwingen, dieses kluge Büchlein zu lesen.
Du bist wie ein Gürtel
der mich zusammenhält
ein Mitbringsel
von unterwegs
aus kostbarem

fast verbotenem
Material
reingeschmuggelt
hab ich Dich
und jetzt die Angst

abzunehmen

 

 

02. August 2019 von Gerrit
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Bome cack

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Bin seit Freitag den Gips los. Nur die blaue Wickel ist geblieben. Muss allerdings noch zwei Wochen an Krücken laufen, um den heilenden Fuß wieder langsam an die Belastung zu gewöhnen. War gestern zum ersten Mal seit 6 Wochen wieder in der Badewanne. Jetzt ist der Abfluss verstopft. Scherz!

Wobei, also (Schon gegessen?) es ist schon interessant, wie die Haut weiter neue Haut produziert und wie sich die Schichten übereinanderlegen, wenn man die Haut nicht durch normale Bewegung oder Nutzung abreibt. Ich konnte nicht mal richtig meine Zehen beugen, so hart und dick war die Haut unter dem Fußballen geworden. Egal. Der menschliche Körper ist einfach ein großer Schatz. Der Größte, den wir besitzen. Wie schnell der sich manchmal erholt. Fühlt sich heute schon ganz anders an, den kaputten Fuß aufzusetzen, fast normal. Gestern war das wie ein Fremdkörper. Im wahrsten Sinne.

Apropos, habe gestern Abend mit meinem Ziehsohn Transcendence geguckt, diesen Sci-Fi-Film mit Johnny Depp, der am Anfang stirbt und am Ende mit Hilfe der Nanotechnologie im Prinzip wie Jesus wiederaufersteht. Eigentlich ein ganz cooler Film, mir gefiel vor allem die Wohnung, in der Johnny Depp und seine Frau am Anfang des Films gewohnt haben.

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Ja, ich sitze viel vor der Glotze. Also, ich arbeite auch an Drehbüchern und mache mir Skizzen, Bilderwitze oder sonstige Notizen, aber der Fernseher läuft den ganzen Tag: Dokus und Sport. Habe gestern seit 1000 Jahren mal wieder Tennis geguckt. Und Formel 1. Dabei ist mir eingefallen, dass ich früher ständig Sportschau geguckt habe. Immer samstags und sonntags und dann noch Sport im Westen. Ich war echt ein Sport-Junkie. Kannte mich auch überall aus. Sieger von Galopp-Rennen, Turner, Wasserballer, Leichtathleten sowieso.

Ach ja, und ich lese wieder ein bisschen nebenher: gerade „Dorfpunks“ von Rocko Schamoni. Hab es nie gelesen, und da ich jetzt selber nochmal angreifen will, dachte ich, ich lese es mal. Finde es besser als erhofft und unterhaltsamer als erwartet. So ist das manchmal. Ich weiß gar nicht, was ich gegen den habe. Und warum? Ich glaube, seit ich ihn mal am Nebentisch im Gespräch mit einem Kollegen erlebt habe. Irgendwie unsympathisch, aber vermutlich kann man von so einer „Begegnung“ auch keine Rückschlüsse auf das große Ganze ziehen. Andererseits – wenn nur die Hälfte von dem stimmt, was er in „Dorfpunks“ erzählt, war er immer schon ein kleiner Spacko. Immerhin kann er von seiner Kunst leben. Und zieht eine Karte nach der anderen aus dem Ärmel. Also, was weiß ich schon? Wer bin ich schon? Doch wohl eher ein Glühwürmchen als ein Stern. Wenn ich nicht Fernsehen glotze, spiele ich Score Hero und fürchte mich jetzt schon vor dem endgültigen Karriere-Ende.

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Vor ein paar Tagen bin ich zum letzten Spiel eingelaufen, und der englische Kommentator hielt so eine authentische Lobeshymne auf meine Verdienste für den Verein, da hätte ich fast geheult. Muss ich mir Sorgen machen? War natürlich dann doch nicht mein letztes Spiel, hab jetzt noch eine Saison in Monaco drangehängt. Vielleicht gucke ich mir da mal ein Formel 1-Rennen an …

28. Juli 2019 von Gerrit
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Hundstage

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Hab kurz überlegt, ob die Überschrift passt, aber doch, Hundstage sind diese heißesten Tage zwischen Ende Juli und Ende August. Der Begriff rührt übrigens nicht daher, dass Hunde (oder Katzen) wie tot daliegen, weil es so warm ist, sondern es hat was mit den Sternen zu tun. Wikipedia sagt dazu: „Namengebend ist das Sternbild Großer Hund (Canis Major). Vom Aufgang des Sternbildes bis zur Sichtbarkeit als Gesamteinheit vergehen 30 bis 31 Tage, woher sich deshalb die Bezeichnung „Tage vom großen Hund“ (Hundstage) ableitete.“ Wieder was gelernt!

Morgen kommt vielleicht der Gips ab. Oder hoffentlich. Kann nix machen. Zu heiß. Und dadurch, dass ich immer auf dem linken Fuß stehe, wenn ich Zähne putze oder Kaffee koche oder mir eine Stulle schmiere, tut der jetzt auch weh. Kein Bock mehr, ehrlich. Und die Hitze. Frage mich, wie die Kater das aushalten. Und die verlieren Haare, unfassbar, fliegen alle hier rum …

Wenigstens kann ich Fernsehen gucken. Vor ein paar Tagen lief auf RTLNitro eine ganz frühe A-Team-Folge. Das A-Team zu Besuch in Ost-Berlin, also in der ehemaligen DDR. Hammer! Zur besseren Tarnung organisieren sie ein Football Spiel: ein abgehalftertes EX-Highschool-Team aus Texas gegen die junge, frische, durchtrainierte DDR-Auswahl. Als wenn da je Football gespielt worden wäre!!?? Die Amis liegen erst zurück, weil die DDR-Genossen den amerikanischen Quarterback geschmiert haben (der einzige Unsympath in der Mannschaft). Dann werden die US-Boys besser und drehen das Spiel, weil sie in der Pause nochmal betonen, dass sie „für Amerika“ spielen. Nach nur ein Mal Training. Herrje, die Amis sind so bekloppt.

Wenn bei der Requisite kein Muttersprachler Korrektur liest ...

Wenn bei der Requisite kein Muttersprachler Korrektur liest …

Und International Champions Cup läuft. Ich nehme die Nachtspiele auf und gucke sie dann vormittags. Bayern gewinnt gegen Real. Und beim Stand von 3:0 wechselt Bayern bei einem Turnier in den USA einen Inder und einen Australier ein. Mehr internationales Marketing geht wirklich nicht …

Zwischendurch sitze ich an Exposés und Drehbüchern, weil die Projekte weiter betreut werden müssen. Bisschen nervig, ich kann auch nicht lange am Schreibtisch sitzen. Hab es aber auch geschafft, die ersten Seiten meiner Romanidee zu überarbeiten. Hab sie nochmal an die Agentin nach Berlin geschickt. Mal schauen …

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Ansonsten freue ich mich über unseren Schmetterlingsflieder, weil der seinem Namen alle Ehre macht, auch wenn der kleine, schwarze Kater sich da jetzt neuerdings immer auf die Lauer legt. Und ärgere mich dagegen tierisch über den neuen Test von Stiftung Warentest, der ergab, dass diese Kaffee-Bambusbecher Schadstoffe an den Kaffee abgeben, die man dann mittrinkt. Nicht nur, dass die Becher was völlig anderes suggerieren und Leute wie ich auf dieses Weltverbesserer-Image reingefallen sind, nein, durch diese Mistdinger ist jetzt auch ein neuer Riesenmüllberg entstanden, denn die kann ja kein normaler Mensch mehr benutzen. Obwohl deren Intention eigentlich darin bestand, Müll zu vermeiden. Warum wird das nicht vorher getestet? Oder denken die Produzenten, das fällt nicht auf? Sowas finde ich wirklich zum Kotzen.

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Gutes, altes Plastik gegen neues, blödes Bambus!

25. Juli 2019 von Gerrit
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