Eigentlich …

Der Herbst ist da. Es regnet junge Hunde, aber es ist noch nicht kalt. Leider erschwert der Regen gerade enorm meinen Job. Morgen geht es nach Nordnorwegen für Terra X. Eigentlich ein toller Tripp, aber es scheint da auch gerade jeden Tag zu regnen, was das Drehen (vor allem mit der Drohne) natürlich etwas erschwert. Und es immer zu thematisieren, dass es regnet, macht auf Dauer auch keinen Spaß.

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So wird’s gemacht …

Am Freitag hatte ich noch Glück, da haben wir für dieselbe Produktion den Abschied der zweiten Protagonisten-Einheit gedreht; die in der Nähe von Rothenburg, die ich letztens noch besucht habe. Jedenfalls ist es da trocken geblieben, und wir konnten das letzte Fahrbild, wie geplant, mit der Drohne drehen: im Vordergrund Freunde und Familie beim Winken, LKW fährt los, Kamera geht hoch, immer höher, bis man über das flache Land hinwegschaut und das grüne LKW-Wohnmobil ganz hinten am Horizont verschwindet. Das ist mittlerweile tatsächlich eher Dokumentar-Film, wenn man sich die technischen Möglichkeiten von heute ansieht. Was alles möglich ist, was früher Millionen gekostet hätte (oder zumindest tausende ;-). In dem Bereich haben die Digitalisierung und der technische Fortschritt tatsächlich die Produktionsbedingungen demokratisiert. Nicht umsonst entstehen heutzutage mit kleinen Mitteln große Werke – was nicht heißt, dass nur, weil jetzt jeder Musik produzieren oder Filme machen kann, nicht auch ganz viel Müll die Medienlandschaft überschwemmt. Aber das war in Wahrheit früher auch nicht anders.

Ansonsten trifft der Job-Stress auf private Termin-Doppelungen. Habe nächstes Wochenende eigentlich eine Einladung zu einem Ehemaligentreffen meiner Grundschule in Warstein. Eigentlich ein total netter Termin. Aber eigentlich wäre es auch schön, zuhause zu bleiben, weil mein jüngster Sohn am selben Tag mit seiner Mannschaft gegen Rahlstedt spielt, also direkt vor der Tür. Da wäre ich natürlich gerne dabei, zumal die Jungs in der Woche darauf mit ihrer Mutter in die Herbstferien fahren. Manchmal wünschte ich, ich könnte mich zerteilen. An solchen Wochenenden zumindest. Dann rede ich mir ein, dass Väter im Knast oder auf Bohrinseln oder in den obersten Manager-Etagen ihre Kinder womöglich noch seltener sehen. Macht es aber nicht viel besser.

Ansonsten? Erhalten Kollege Stuertz und ich im Moment ganz viel tolles Feedback für unseren Alphabeten-Podcast. Die neue Doppelfolge mit Karen Köhler ist aber auch zu lustig. Vor allem der zweite Teil! Bitte gerne reinhören und weiterempfehlen …

Und? Weil ich sonst meistens tote Tiere poste, heute mal etwas Lebendiges. Eine kleine Maus, die mir am Freitag beim Dreh vor die Linse gelaufen ist. Süß, oder? Ich könnte auch Tierfilmer werden. Vielleicht drehe ich einen Film über unsere Kater. Die würden als erstes die Drohne vom Himmel holen!

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15. September 2019 von Gerrit
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