{"id":7434,"date":"2022-11-02T10:47:47","date_gmt":"2022-11-02T10:47:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anders-blog.de\/?p=7434"},"modified":"2022-11-02T10:52:41","modified_gmt":"2022-11-02T10:52:41","slug":"remo-und-julia-n","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anders-blog.de\/?p=7434","title":{"rendered":"Remo und Julia n"},"content":{"rendered":"<p>Mal gucken, wer den Titel versteht. Nur die Trommler, wette ich, egal.<\/p>\n<p>Reformationstag. Allerheiligen. Bald beginnt die Adventszeit, aber es ist immer noch zu warm f\u00fcr die Jahreszeit. Zumindest k\u00fchlt es jetzt abends ab. Er sieht wundersch\u00f6n aus, unser \u201eIndian Summer\u201c. Die gelben Bl\u00e4tter leuchten vor dem strahlend blauen Himmel, man tendiert bei all den christlichen Feiertagen beinahe dazu, sich wieder f\u00fcr Naturreligionen zu interessieren. Irgendeine Sch\u00f6pfungsgeschichte wird schon stimmen.<\/p>\n<p>Apropos Sch\u00f6pfung &#8211; ich\u00a0habe an dieser Stelle ja bereits von meinem kleinen neuen Musikprojekt (Geige\/Drums) mit Mark Matthes erz\u00e4hlt. Nun organisiert Mark auch seit ein paar Jahren eine sehr ambitionierte Konzertreihe mit dem Titel <em>4fakult\u00e4t<\/em>. Letzten Samstag war die letzte Veranstaltung, und da hab ich es dann auch geschafft hinzugehen. Zum Gl\u00fcck!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_9548.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-7435\" src=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_9548-150x150.jpeg\" alt=\"IMG_9548\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_9551.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-7436\" src=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_9551-150x150.jpeg\" alt=\"IMG_9551\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_9555.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-7437\" src=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_9555-150x150.jpeg\" alt=\"IMG_9555\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_9560.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-7439\" src=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_9560-150x150.jpeg\" alt=\"IMG_9560\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Manchmal ist es ja ganz gut, sich vorher nicht zu sehr zu informieren, um m\u00f6glichst unvoreingenommen z.B. in ein Konzert zu gehen. Diesmal muss ich allerdings sagen, dass ich besser etwas recherchiert h\u00e4tte. Dann h\u00e4tte ich n\u00e4mlich geschnallt, dass Mark und seine Kollegen f\u00fcr diesen Abend einen der interessantesten Trommler engagiert haben, die hierzulande so die St\u00f6cke schwingen: Julian Sartorius.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_9566.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-7441 alignnone\" src=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_9566-225x300.jpeg\" alt=\"IMG_9566\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_9566-225x300.jpeg 225w, https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_9566-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/IMG_9566.jpeg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es fing schon damit an, dass Julian auf dem Set gespielt hat, das ich auch immer nutze, wenn wir bei Mark proben. Das war ein ganz merkw\u00fcrdiges, aber gutes Gef\u00fchl, das mich schon an fr\u00fcher erinnert hat, wo jedes Wochenende irgendwo mein Set auf der B\u00fchne auf mich wartete. Aber an diesem Abend ging es um Julian und der hat es wirklich anders gespielt. Mit allerlei Accessoires: Holzbl\u00f6cken, Kindertrommeln, Glocken und Handbecken usw. Er hat, glaube ich, zu keiner Zeit mal \u00fcber ein paar Takte einen &#8222;normalen&#8220; Groove gespielt (das w\u00e4re dann allerdings auf Dauer auch nicht meins).\u00a0Und auch wenn mir w\u00e4hrend seines Auftrittes schon klar wurde, dass Mark nach dem Konzert zu mir so etwas sagen w\u00fcrde wie: \u201eHaste gut hingeguckt? Kannste auch mal was von ausprobieren \u2026\u201c muss ich sagen, dass es wirklich sehr inspirierend war, wie dieser Musiker das Schlagzeugspiel f\u00fcr sich definiert, n\u00e4mlich in erster Linie \u00fcber unkonventionelle Kl\u00e4nge.<\/p>\n<p>Nun ist es ja nicht so, dass ich nie mit moderner Musik oder Freejazz in Ber\u00fchrung gekommen w\u00e4re, im Gegenteil, mein Schlagzeuglehrer in M\u00fcnster Ben B\u00f6nniger (und im \u00dcbrigen f\u00fcr kurze Zeit davor auch schon Michael Peters und Wolfgang Ekholt) sind allesamt \u00fcberzeugte Jazzer. Und Ben hat im Landesmuseum in M\u00fcnster auch viele absolut legend\u00e4re Jazzkonzerte mit gro\u00dfen Trommlern initiiert.\u00a0Aber: Auch wenn ich immer schon bereits als Teenager in vielen Jazz-, Klassik- und BigBand-Formationen mit z.T. sehr guten, kreativen und experimentellen Musikern spielen durfte, habe ich damals doch immer eher wie ein \u201eRocker\u201c Musik geh\u00f6rt. Weil es mir eindeutiger und anspruchsvoller erschien, wie z.B. Lars Ulrich die Double-Bassdrum bei Metallica gespielt hat, im Vergleich zu &#8211; flapsig gesagt &#8211; irgendwelchen Klangk\u00fcnstlern, die sich gegenseitig ihre Schellenringe zugeworfen haben. Das beinhaltet nat\u00fcrlich nicht so au\u00dfergew\u00f6hnliche Trommler wie Vinnie Colaiuta oder Dave Weckl, das habe ich damals schon verstanden, dass die von einem anderen Planeten kamen, aber, kurz gesagt, Jazz h\u00f6ren war f\u00fcr mich immer so \u2026 ja, kann ich auch. Ohne zu \u00fcben. Und tats\u00e4chlich haben mir das Ein\u00fcben der St\u00fccke unserer Rockband (z.B. das unten im Video) auch immer mehr abverlangt als die spontanen Jazz-Gigs. Aber nat\u00fcrlich ist das totaler Quatsch, also sorry f\u00fcr die jugendliche Arroganz an dieser Stelle schon mal.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Hum-KICUzpM\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck wird man im Alter ja reifer. Und auch wenn das Konzert am Samstag nicht einfach zu h\u00f6ren war, hat es mich dennoch von der ersten bis zur letzten Sekunde begeistert. Weil ich so eine Darbietung heute offenbar mit anderen Augen sehen und mit anderen Ohren h\u00f6ren kann. Und weil es bei so einer Formation mit 6 internationalen MusikerInnen, die sich zum ersten Mal sehen und zum ersten Mal gemeinsam Musik machen, vor allem darauf ankommt, wie man sich zur\u00fccknimmt, ohne unterzugehen. Wie man zuh\u00f6rt, wie man aufeinander eingeht. Wie man virtuos spielt und dabei trotzdem das Ganze (es war ein Musikst\u00fcck von ca. 2,5h L\u00e4nge OHNE einen einzigen Break) nicht aus den Augen verliert. Oder den Ohren. Und da musste ich jetzt erstmal 2 Tage dr\u00fcber nachdenken. Denn DAS war vielleicht sogar das eigentlich Inspirierende. Und das habe ich auch meinem neuen Bandkollegen Mark Matthes zu verdanken. Egal, was aus uns wird.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mal gucken, wer den Titel versteht. Nur die Trommler, wette ich, egal. Reformationstag. Allerheiligen. Bald beginnt die Adventszeit, aber es ist immer noch zu warm f\u00fcr die Jahreszeit. Zumindest k\u00fchlt es jetzt abends ab. Er sieht wundersch\u00f6n aus, unser \u201eIndian Summer\u201c. 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