{"id":6190,"date":"2019-01-16T12:56:26","date_gmt":"2019-01-16T12:56:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anders-blog.de\/?p=6190"},"modified":"2019-01-29T21:56:33","modified_gmt":"2019-01-29T21:56:33","slug":"pelenovela","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anders-blog.de\/?p=6190","title":{"rendered":"Pelenovela"},"content":{"rendered":"<p>Habe in den letzten Tagen tats\u00e4chlich einiges geschafft. Bin aber auch immer noch ein bisschen erf\u00fcllt von den Begegnungen auf meiner kleinen Reise in den Westen. Mit etwas Abstand betrachtet, muss man wirklich sagen, dass eines der wichtigsten Dinge im Leben ist, den Kontakt zu guten, alten Freunden stets zu erneuern. Freundschaft ist hinter der Liebe vielleicht das wichtigste Gef\u00fchl. Vielleicht ist es aber auch nur eine andere Art der Liebe.<\/p>\n<p>Was mir au\u00dferdem aufgefallen ist:\u00a0Die V\u00e4ter meiner Freunde sind entweder bereits tot oder sehr krank. Das macht mich tats\u00e4chlich betroffen und auch ein bisschen dem\u00fctig. Vermutlich erlebe ich jetzt gerade eine Phase, in der die Kinder aus dem Gr\u00f6bsten raus sind und die eigenen Eltern noch nicht wieder drin. Es k\u00f6nnte sein, dass die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre die ruhigsten meines Lebens werden.<\/p>\n<p>Leider neigt sich meine kleine Auszeit dem Ende zu. Bin sehr dankbar, aber auch erstaunt, wie wenig ich von dem geschafft habe, was ich eigentlich vorhatte. Und zugleich eine ganze Menge. Es ist nat\u00fcrlich immer gef\u00e4hrlich, einfach draufloszuarbeiten. Ohne Auftrag. Weil immer die Gefahr besteht, dass am Ende alles in der Tonne landet. Wobei ich guter Hoffnung bin. Anders gesagt: Ich bin schon mit schlechterem Gef\u00fchl in Filmabnahmen gegangen und war hinterher ganz \u00fcberrascht, wie gut es lief.<\/p>\n<p>Ich habe zudem den Eindruck, dass es mir leichter von der Hand geht, seitdem ich nicht mehr auf andere, sondern auf mich selbst schaue. Einfach Satz f\u00fcr Satz vorgehen und sich freuen, wenn sich zwei umarmen und\u00a0Sinn ergeben.<\/p>\n<p>Mein j\u00fcngster Sohn hat\u00a0am Wochenende beim lockeren Trainingsspiel\u00a0mit meinen Senioren mitgekickt. War sch\u00f6n zu sehen, wie freundlich und cool\u00a0die ihn empfangen haben. Und wie gut er mitgespielt hat. Und der \u00c4lteste wird n\u00e4chsten Samstag vollj\u00e4hrig. Er hat gerade die theoretische F\u00fchrerscheinpr\u00fcfung bestanden &#8230;<\/p>\n<p>Man kann sich gar nicht so viel frei nehmen, dass die Zeit auf einen warten w\u00fcrde. Man muss einfach zusehen, dass man das bisschen, was man hier und da abzweigen kann, optimal nutzt,\u00a0f\u00fcr sinnvolle T\u00e4tigkeiten mit lieben Menschen.<\/p>\n<p>Hatte diesbez\u00fcglich gerade vor ein paar Tagen in D\u00fcsseldorf eine eindr\u00fcckliche Begegnung, als ich mit meinem alten Freund Nils dessen Auto aus der Werkstatt geholt habe. Der KfZ-Meister ist Grieche und Hobby-Philosoph im besten Sinne, wie Nils mir vorher erz\u00e4hlt hatte. Jedenfalls kamen wir kurz vor Feierabend in seiner Garage an.\u00a0Der Meister telefonierte gerade und lie\u00df sich von uns auch gar nicht aus der Ruhe bringen. Als es ein bisschen merkw\u00fcrdig zu werden drohte, legte er endlich auf, drehte sich um und erkl\u00e4rte entschuldigend, dass das seine griechischen Verwandten aus Kanada gewesen seien, zu denen er leider kaum noch Kontakt habe. Sich zu sehen sei schon mal fast unm\u00f6glich, und es sei \u00fcberhaupt eine Schande, dass man den ganzen Tag arbeite und irgendeinen Mist mache, um Rechnungen zu bezahlen, die Miete, das Handy usw., w\u00e4hrend man die Familie, also, die Menschen, die man am meisten liebt, wenn es hoch kommt, ein Mal im Jahr zu Gesicht bekomme.<\/p>\n<p>Die Welt ist ein Kosmos, und jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken. Manchmal trifft man einen klugen, griechischen Autoschrauber. Daf\u00fcr muss man nat\u00fcrlich den Arsch hochkriegen und sich aufmachen. Manchmal ist das aber auch ganz einfach. Surfe abends nach getaner Arbeit h\u00e4ufig\u00a0noch ein bisschen im Netz. Bin da in den letzten Tagen unter anderem auf eine spannende <em>Pel\u00e9<\/em>-Doku und die Homepage von <em>Piet Klocke<\/em> gesto\u00dfen. Habe beides in meinen Kanon aufgenommen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6192\" aria-describedby=\"caption-attachment-6192\" style=\"width: 1166px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/pele2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6192\" src=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/pele2.jpg\" alt=\"Copyright: Seventh Art Productions for BBC. Screenshot-Art: G. J\u00f6ns-Anders\" width=\"1166\" height=\"594\" srcset=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/pele2.jpg 1166w, https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/pele2-300x153.jpg 300w, https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/pele2-1024x522.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1166px) 100vw, 1166px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6192\" class=\"wp-caption-text\">Copyright: Seventh Art Productions for BBC. Screenshot-Art: G. J\u00f6ns-Anders<\/figcaption><\/figure>\n<p>K\u00f6nnte ich mir meinen Lieblingsjob stricken, w\u00fcrde ich einfach jeden Tag\u00a0Menschen interviewen. Von morgens bis abends, ganz locker. Und wenn er (oder sie) Fu\u00dfballer w\u00e4re, w\u00fcrden wir\u00a0auf den Bolzplatz gehen, und wenn er (oder sie) Musiker und Comedian w\u00e4re, w\u00fcrden wir lustig Musik machen.<\/p>\n<p>Ganz einfach.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Habe in den letzten Tagen tats\u00e4chlich einiges geschafft. Bin aber auch immer noch ein bisschen erf\u00fcllt von den Begegnungen auf meiner kleinen Reise in den Westen. Mit etwas Abstand betrachtet, muss man wirklich sagen, dass eines der wichtigsten Dinge im Leben ist, den Kontakt zu guten, alten Freunden stets zu erneuern. 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