{"id":5506,"date":"2017-10-15T11:33:15","date_gmt":"2017-10-15T11:33:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anders-blog.de\/?p=5506"},"modified":"2017-10-15T12:22:51","modified_gmt":"2017-10-15T12:22:51","slug":"bildstaerke-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anders-blog.de\/?p=5506","title":{"rendered":"Bildst\u00e4rke 10"},"content":{"rendered":"<p>Bin gerade Strohwitwer. Freundin weg, Kinder weg, ich hier. Einer muss sich ja um\u00a0die Kater k\u00fcmmern.\u00a0Nein, nein, alles gut, ich h\u00e4tte mitfahren k\u00f6nnen, aber ich hab tats\u00e4chlich die n\u00e4chsten Tage jobm\u00e4\u00dfig zu tun.\u00a0Au\u00dferdem finde ich jetzt vielleicht sogar mal Zeit, durch meine Notizen zu schauen und mir zu \u00fcberlegen, welches literarische Projekt ich als n\u00e4chstes starte. War ja noch nie als Autor auf der Frankfurter Buchmesse. Lange war das ein sch\u00f6nes Ziel, jetzt, da auch diese Veranstaltung von Neonazis unterwandert wird, hat es ziemlich an Reiz verloren, aber gut, vielleicht lernen die Organisatoren daraus f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre.<\/p>\n<p>Komme also ein wenig zur Ruhe.\u00a0War gestern im Dorf, auf dem Markt. Und beim Uhrmacher, hab drei Uhren hingebracht und eine halbe Stunde sp\u00e4ter wieder abgeholt. Zwei neue Batterien, ein neues Armband, einen Uhrdeckel repariert, alles zusammen f\u00fcr 37 Euro, aber ich hab das Gef\u00fchl, pl\u00f6tzlich drei neue Uhren zu besitzen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_5659.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-5507\" src=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_5659-150x150.jpg\" alt=\"IMG_5659\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_5660.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-5508\" src=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_5660-150x150.jpg\" alt=\"IMG_5660\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich liebe es, ab und zu wirklich nachhaltig zu handeln, wenn sich\u00a0denn schon mal die Gelegenheit bietet. Habe abends, parallel zur Bundesliga, gleich noch meine Buffer geklebt, obwohl ich kurz mit dem Gedanken gespielt habe, mich in\u00a0meiner kleinen &#8222;Einsamkeit&#8220; mit einem neuen Paar Fu\u00dfballschuhe zu entsch\u00e4digen. Bin froh, dass ich es nicht getan habe. Au\u00dferdem bin ich auch nicht ganz alleine. Die Kater sind ja da\u00a0und freuen sich, dass ich\u00a0wenigstens\u00a0hier bin. War ja in letzter Zeit viel unterwegs. Und ich freu mich auch,\u00a0obwohl\u00a0sie gestern in aller Herrgottsfr\u00fche derma\u00dfen\u00a0durchs Wohnzimmer getobt sind, dass ich ihnen\u00a0beinahe das Fell \u00fcber die Ohren gezogen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Doch\u00a0zwischendurch wird es schon sehr still. Musste ein paar Mal daran denken, dass es viele Menschen gibt, die jeden Tag alleine sind. Ich merke das schon an Tag 2, dass man pl\u00f6tzlich dazu tendiert, Dinge, die man denkt, laut auszusprechen, um die Stille zu brechen.\u00a0Hab den Fernseher an, <em>arte<\/em>, zur Beruhigung.\u00a0Bin beim Fr\u00fchst\u00fcck in einem Film gelandet, der schon Freitagabend lief: &#8222;Die Tage unter null&#8220;, mit\u00a0<span data-reactid=\"307\"><em>Marie-Sophie Ferdane<\/em> und <em>Mehdi Nebbou<\/em> (vielen bekannt als der &#8222;Trivago&#8220;-Mann)<\/span>. Bin am Freitag jedenfalls\u00a0schon beim Ende vor Begeisterung ausgeflippt, hab meiner Freundin die letzten zwei Minuten drei Mal vorgespielt, obwohl sie eigentlich Koffer packen musste.<\/p>\n<p>Der Film erz\u00e4hlt, kurz gesagt, die Geschichte zweier Menschen, die sich am Ende begegnen. Im Off beginnt ein Dialog, der &#8211; aus der Nachbetrachtung &#8211; erz\u00e4hlt, was in beiden in diesem Moment vorgegangen ist. Das hei\u00dft, man wei\u00df ganz am Ende, dass sie sich offenbar kennen gelernt haben und nun ein Paar sind, obwohl der Film auf der erz\u00e4hlten Zeit-Ebene genau davor aufh\u00f6rt. Allein das w\u00e4re schon ein sch\u00f6ner dramaturgischer Kniff, doch\u00a0durch die Bildsprache des Kameramannes <em>Matthieu Poirot-Delpech<\/em> wird es zu einem St\u00fcck Filmkunst.\u00a0Ich bin ja auch ein gro\u00dfer Fan von Spiegelungen (arbeite ja auch bei SPIEGEL TV, haha), aber\u00a0hier ist es wirklich au\u00dfergew\u00f6hnlich gut in Szene gesetzt und montiert.\u00a0Der Film l\u00e4uft noch bis zum 21. Oktober in der arte-Mediathek. Kann ich nur empfehlen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5518\" aria-describedby=\"caption-attachment-5518\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Snapseed3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5518 size-medium\" src=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Snapseed3-300x300.jpg\" alt=\"Snapseed\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Snapseed3-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Snapseed3-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Snapseed3.jpg 534w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5518\" class=\"wp-caption-text\">Snapseed-Bearbeitung: Gerrit Joens-Anders Copyright des Originals: Arte France, Scarlett Production<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bin gerade Strohwitwer. 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