{"id":5149,"date":"2017-02-10T18:08:58","date_gmt":"2017-02-10T18:08:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anders-blog.de\/?p=5149"},"modified":"2017-02-14T10:12:44","modified_gmt":"2017-02-14T10:12:44","slug":"betrachtungs-weise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anders-blog.de\/?p=5149","title":{"rendered":"Betrachtungs-Weise"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/3sat.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-5150\" src=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/3sat-150x150.jpg\" alt=\"3sat\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/3sat-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/3sat-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/3sat.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><br \/>\nGestern in Mainz gewesen. Habe dort mit einem gesch\u00e4tzten Kollegen ein paar Ideen bei 3SAT vorgestellt. Zur\u00fcck mit dem IC entlang des Rheins wieder nach Hamburg, an die gute, alte Elbe. Man denkt auf diesem ersten Abschnitt am Wasser, man reise in eine(r) andere(n) Zeit, weil man die ganze &#8222;Zeit&#8220; auf Burgen und Fachwerkh\u00e4user blickt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/rheinfall.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5152\" src=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/rheinfall.jpg\" alt=\"rheinfall\" width=\"320\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/rheinfall.jpg 320w, https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/rheinfall-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/rheinfall-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><br \/>\nLesestoff an Bord: &#8222;Ferngespr\u00e4che&#8220;, von Alexander Kluge und Rainer Stollmann. Hab es w\u00e4hrend meines Kurztripps im Januar erstanden, eher zuf\u00e4llig (oder eben gerade nicht?), im Heinrich-Heine-Haus in D\u00fcsseldorf, einer Buchhandlung, die im Internet zudem noch als B\u00fcchercaf\u00e9 ausgezeichnet war, was sich wiederum als falsch erwies. Und auf der vergeblichen Suche nach einer Toilette und einem Hei\u00dfgetr\u00e4nk, habe ich stattdessen dieses Buch erworben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/klugermarx.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-5151\" src=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/klugermarx-150x150.jpg\" alt=\"klugermarx\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/klugermarx-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/klugermarx-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/klugermarx.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><br \/>\nWie alles von Kluge ein Wissensschatz. Betone das deshalb, weil dieser Mann, der mich mit dem, was er tut und sagt, seit meinem Studium besch\u00e4ftigt (also seit \u00fcber 20 Jahren), n\u00e4chste Woche 85 Jahre alt wird. Wir hatten ein Mal konkret miteinander zu tun, im Rahmen einer DVD-Produktion \u00fcber das B\u00f6se. Meine Freundin und ich hatten eine Spiegel TV-Doku zu diesem dunklen Thema produziert und Kluge mehrere andere, k\u00fcrzere Filme, die er zurecht gerne ver\u00f6ffentlicht sehen wollte.<\/p>\n<p>Man kann Alexander Kluge nur f\u00fcr das bewundern, was er aus seinem Leben gemacht hat. Und das meine ich so, wie ich es sage; wie er es geschafft hat, sich in der kommerziellen, von Quoten und Werbeeinnahmen bestimmten Fernsehlandschaft einen &#8222;Markt-Platz&#8220; zu sichern, mit Waren, die auf diesem Markt \u00fcblicherweise nicht nachgefragt werden, sondern, im Gegenteil, \u00fcber die sich alle wundern. Oder sogar \u00e4rgern. Einmalig. Diese nicht standardisierten Gen\u00fcsse dennoch stets im Gep\u00e4ck, und die Strukturen des &#8222;Marktes&#8220; in der Art ausgetrickst zu haben, dass man jeden Samstag aufs Neue seinen Stand aufbauen und weitere Waren produzieren darf, gleicht beinahe schon einem Eulenspiegel-Streich. In jedem Falle ein Gl\u00fccksfall f\u00fcr diejenigen, die nicht nur Gem\u00fcse aus holl\u00e4ndischen Treibh\u00e4usern fressen wollen.<\/p>\n<p>Alexander Kluge &#8211; so scheint es jedenfalls, von au\u00dfen betrachtet &#8211; befindet sich in der einmaligen Situation, laufend neue Projekte anzugehen, die ihn geistig (und k\u00f6rperlich) fordern und gewisserma\u00dfen auf seiner eigenen, geistigen Karriereleiter immer einen Schritt h\u00f6her bef\u00f6rdern. W\u00e4hrend ich das Gef\u00fchl habe, seit meinem Studienabschluss t\u00e4glich Wissen zu verlieren, scheint Kluges Wissensschatz wie der Inhalt von Dagobert Ducks Geldspeicher st\u00e4ndig und unaufhaltsam anzuwachsen. Sein Leben und sein Schaffen kommen daher wie eine einzige autogene Weiterbildungsma\u00dfnahme. Und auch wenn er sich im Laufe der Zeit ein konstantes Vokabular angeeignet hat, bringen sich die Verbindungen und Anwendungen in seinen verschiedenen Ausdrucksformen st\u00e4ndig aufs Neue gegenseitig in Bewegung.<\/p>\n<p>Wie in &#8222;Ferngespr\u00e4che&#8220;. Ich habe das Buch aus Neugier gekauft. Weil an meiner Pinnwand ein Zettel h\u00e4ngt, auf dem steht: &#8222;Kluges Gespr\u00e4ch&#8220;! Es ist der Titel eines Interviewbuches mit Kluge, das ich gerne noch machen w\u00fcrde. Wobei ich nicht darauf versessen bin. Das Leben hat oftmals seine eigene Dramaturgie. Man kann im Laufe des Lebens Impulse setzen, aber alles andere ist ergebnisoffen. Konstellativ, w\u00fcrde Kluge sagen. Vielleicht. Was wei\u00df ich schon?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern in Mainz gewesen. Habe dort mit einem gesch\u00e4tzten Kollegen ein paar Ideen bei 3SAT vorgestellt. Zur\u00fcck mit dem IC entlang des Rheins wieder nach Hamburg, an die gute, alte Elbe. 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