{"id":4201,"date":"2015-10-05T15:18:49","date_gmt":"2015-10-05T15:18:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.anders-blog.de\/?p=4201"},"modified":"2015-10-05T18:27:45","modified_gmt":"2015-10-05T18:27:45","slug":"relefanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anders-blog.de\/?p=4201","title":{"rendered":"Relefanz"},"content":{"rendered":"<p>Vor ein paar Tagen hat Frank Behrendt,\u00a0Vorstand der Kommunikationsagentur <em>fischerAppelt<\/em>, eindrucksvoll bewiesen, wie moderne Kommunikation funktioniert, bzw. wie Content mit den richtigen Keywords, richtig platziert,\u00a0zu einer enormen Verbreitung im Netz f\u00fchrt, selbst wenn die eigentliche Botschaft dahinter dann auch nicht so richtig originell ist.<\/p>\n<p>Was war passiert? Dem Medienmagazin <em>Clap<\/em> hatte Behrendt\u00a0seine 10 Tipps gegen Berufsstress &#8222;verraten&#8220;. Ich m\u00f6chte hier nicht n\u00e4her darauf eingehen, weil\u00a0die Tipps\u00a0erstens alle nicht so richtig\u00a0kreativ sind und zweitens so klingen, als m\u00fcsse man schon \u00fcber gewisse Grundfreiheiten eines Chefs verf\u00fcgen, um die Tipps auch tats\u00e4chlich befolgen zu k\u00f6nnen. Vielen\u00a0\u00fcberarbeiteten, aber dabei unterbezahlten und\u00a0zumeist selbst\u00e4ndigen\u00a0Freelancer-Bienen, die der \u00fcberm\u00e4chtigen Agenturk\u00f6nigin zuarbeiten und\u00a0tagt\u00e4glich die eigentliche Arbeit an der PR-Front erledigen, d\u00fcrfte es die Zornesr\u00f6te ins Gesicht getrieben haben. Einige haben sich ja auch schon ge\u00e4u\u00dfert &#8230;<\/p>\n<p>Wobei, nicht falsch verstehen, wenn es der Mann in seiner Position tats\u00e4chlich schafft, so entspannt zu sein, wie er vorgibt, muss man ihn darum beneiden. Und man kann nur hoffen, dass er seinen Mitarbeitern (zumindest von nun an) die gleiche Chance auf eine gute Work-Life-Balance\u00a0einr\u00e4umt. Bei mir sind das ja so Phasen, die sich abwechseln: Anstrengende Produktionsphase mit Dreh und Schnitt bis zur fertigen Sendung, dann kurzes Durchatmen und\u00a0aufgelaufene \u00dcberstunden abfeiern, um\u00a0anschlie\u00dfend das n\u00e4chste Thema durch zu denken, vorzubereiten\u00a0und langsam schon wieder Tempo f\u00fcr die neue Produktionsphase aufzunehmen. Schlage mich alles in allem ganz wacker, auch, weil ich ohnehin immer versuche, die Priorit\u00e4ten richtig zu setzen.\u00a0Aber einer dieser\u00a0chefm\u00e4\u00dfigen &#8222;Tipps&#8220; war dann doch so nah dran, dass ich schmunzeln\u00a0musste:<\/p>\n<figure id=\"attachment_4202\" aria-describedby=\"caption-attachment-4202\" style=\"width: 473px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/behrendt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4202\" src=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/behrendt.jpg\" alt=\"Quelle: SPON\" width=\"473\" height=\"109\" srcset=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/behrendt.jpg 473w, https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/behrendt-300x69.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 473px) 100vw, 473px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4202\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: SPON<\/figcaption><\/figure>\n<p>Meine Eltern haben alles aufgehoben, und an diesem kleinen Arrangement, das seit Jahren(!) in wechselnder Reihenfolge\u00a0unsere Fensterbank in der K\u00fcche\u00a0ziert, erfreue ich mich jeden Tag.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/play.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4203\" src=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/play-300x225.jpg\" alt=\"play\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/play-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.anders-blog.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/play.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es erf\u00fcllt mich mit sehns\u00fcchtigen Fragen: Was hat der kleine Cowboy in Paris erlebt? Ist es \u00fcberhaupt ein Cowboy oder ein cooler Schriftsteller? Ist ihm der Hund\u00a0gerade zugelaufen? Und wird Superman den beiden zu Hilfe kommen?\u00a0Viele Gedanken gehen mir durch den Kopf, Erinnerungen, Ideen, eine Mini-Zeitreise im Schnelldurchlauf l\u00e4uft da ab, wenn ich das morgens mit einer Tasse Kaffee in der Hand betrachte, aber niemals, nein, NIEMALS, w\u00fcrde ich das so wie unser Agenturchef als &#8222;Happiness-Kick&#8220; (s.o.) bezeichnen. Und ich w\u00fcrde auch keine Agentur beauftragen, die \u00fcberhaupt irgendetwas als &#8222;Happiness-Kick&#8220; bezeichnet. Ich mag keine Keywords. Ich mag Schl\u00fcssels\u00e4tze.<\/p>\n<p>Heute war in der BILD unser Grundgesetz abgedruckt. Nat\u00fcrlich mit Hintergedanken. Aber als ich es gelesen habe, habe ich gedacht: Das ist schon gut, dieses Grundgesetz. Das ist aber (leider) auch deswegen so gut, weil das Deutsche Volk als Volk davor so einen Riesenschei\u00df gebaut oder besser: mitgemacht hat. Und weil man danach sicher gehen wollte, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Doch leider bleiben Meinungsfreiheit und -vielfalt leere Worth\u00fclsen, wenn sich die Presse auf ein paar h\u00f6rbare Stimmen\u00a0konzentriert. Und dann\u00a0wirken Claims wie: Bild dir deine Meinung! beinahe zynisch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor ein paar Tagen hat Frank Behrendt,\u00a0Vorstand der Kommunikationsagentur fischerAppelt, eindrucksvoll bewiesen, wie moderne Kommunikation funktioniert, bzw. wie Content mit den richtigen Keywords, richtig platziert,\u00a0zu einer enormen Verbreitung im Netz f\u00fchrt, selbst wenn die eigentliche Botschaft dahinter dann auch nicht so richtig originell ist. Was war passiert? 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