Annoyes Jahr

Jaja, ich weiß – am 28. November war der letzte Eintrag. Und dann? Was ist passiert? Schwer zu sagen. Zunächst einmal habe ich mir zwei Tage später tatsächlich wieder die Bänder gerissen. Wieder beim Fußball. Diesmal links. War aber nicht ganz so schlimm wie im Sommer. Kein Gips. Und nach zwei Wochen konnte ich schon wieder normal gehen. Trotzdem nervig!

Das Verrückte war, dass ich eigentlich gerade meinen Resturlaub für den stornierten Sommerurlaub nehmen wollte, als das passierte. Hab mich natürlich nicht krank gemeldet, um die Dinge nicht zu verkomplizieren. Und die Zeit – trotz Familie, Weihnachten und Geburtstag – gut genutzt. Wieder ein bisschen geschrieben. Also, meine Idee, die ich vor einem Jahr begonnen habe umzusetzen, weiter überarbeitet. Ob es was ist? Verglichen mit all dem, was ich in dem letzten Jahr allein von unseren Podcast-Gästen gelesen habe, würde ich sagen: Ja, schon. Merke halt, dass man Zeit braucht, um zu schreiben. Es geht nicht zwischen Tür und Angel.

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Immer noch beim Spiegel … und noch nicht im Container. Heft-ig!

Es passiert so viel. So schnell. Ich würde gerne meine Eltern fragen, ob das früher auch so war. Dass die ältesten Kinder plötzlich im Abi-Stress sind, obwohl man ihnen gestern noch das Schulbrot geschmiert hat. Und der Jüngste weilt im Ausland, in Afrika, für 4 Monate. Und man selbst ist ständig steif und unbeweglich und schnell aus der Puste. Und schwach auf den Augen, wenn es ums Lesen geht. Aber über den Tellerrand kann man gerade noch hinausschauen.

IMG_1273Andererseits wird man auch ruhiger. Wechselt selbständig die Glühbirnen am Auto (Nummernschild-Beleuchtung), ohne in Panik zu verfallen, dass man in die Werkstatt muss oder von der Polizei angehalten wird. Angehalten werden – ein schönes Teekesselchen. Gibt es das noch: Teekesselchen? Ach, die einbeinige Krähe ist immer noch da. Auch im neuen Jahr. Beruhigend. Fast ein bisschen rührend. Wie zäh die ist. Dafür ist JIMG_1279an Fedder nicht mehr da, und der NDR macht einfach weiter. Muss er ja auch. The Show musst go on.

Ansonsten? Freunde melden sich, das ist schön. Freundin will mich noch, das ist auch schön. Sehr schön sogar. Man bekommt interessante Anfragen, weil man schon so lange durchhält. Erfreut sich an gut gemachten Radio-Features nachts auf der Autobahn und fragt sich, was passiert, wenn es das alles nicht mehr gibt. Wenn sich die Menschen keine Mühe mehr geben, etwas Gutes zu tun. Einen moralisch einwandfreien, wertvollen Beitrag zu leisten. Diese AfD-Plakate machen mich krank. Die Typen da drauf! Warum gibt es keine Eignungs- oder Gesinnungstests für Politiker? Für jeden Job braucht man eine Art Qualifikation, nur nicht als Politiker. Und als Makler!

Also, ich werde wieder öfter von mir hören lassen. Auf allen Kanälen. Es sei denn, ich werde nächste Woche im kolumbianischen Hochland von einem tollwütigen Hund gebissen. Dann wird es eng. War nämlich heute zur Impfberatung. Leider zu spät für Tollwut und Typhus. Also, Wasser nur aus Glasflaschen – und die als Schlagstock verwenden, wenn die wilden Hunde kommen.

27. Januar 2020 von Gerrit
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