Im richtigen Film …

Schneide diese Woche außer Haus, die Schnitträume in der Firma sind überbelegt. Meine Chefin hatte mir die Tatsache, dass ich raus muss, als „schlechte Nachricht“ angekündigt, aber ich empfinde das eigentlich eher als schöne Abwechslung. Bin immer noch in der Speicherstadt, aber weiter Richtung Landungsbrücken auf der anderen Seite des Wassers. Parke daher jeden Morgen meinen Elch beim Spiegel und gehe dann zu Fuß in die andere Firma. Die letzten 200 Meter sehen aus wie eine Miniatur-Ausgabe der Brooklyn-Bridge – und der Blick aus dem Schnittraum wie eine Kulisse aus einem Thomas Mann Film.

arbeitsweg ausblick

Ich glaube, wenn ich etwas zu sagen hätte, bzw. die Chance, etwas Grundlegendes zu verändern, würde ich eine Arbeitswelt schaffen, in der jeder, der möchte, öfter mal rotieren könnte: andere Tätigkeit, anderer Ort, andere Kollegen. Nicht so, dass es fahrig und kopflos wird, es können ja auch artverwandte Jobs sein. Einfach raus aus der Routine!

Gestern Abend lief im NDR eine Dokumentation über ein paar ehemalige DDR-Bürger, die als junge Menschen gegen das System aufbegehrt haben und später trotzdem (oder deswegen?) ihren Weg gegangen sind. Einer hatte ein Punk-Label, ein anderer ein frisiertes Motorrad, eine Modedesignerin war dabei, ein Künstler, ganz interessante Menschen, aber auch ästhetisch fand ich den Film klasse. Hab auf jeden Fall beim Gucken gedacht, dass man sich das gar nicht vorstellen kann, wie das als junger, anders denkender Mensch in der DDR gewesen sein muss. Und wie mutig die zum Teil gewesen sind. Und dass ich eigentlich einen ziemlich tollen Job habe …

01. Dezember 2016 von Gerrit
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Stichworte

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Nach meinen ersten Gehversuchen bei Facebook heute mal wieder ein paar längere Gedanken zur Situation. Es ist ein bisschen viel auf einmal vielleicht, zudem ungeordnet, Stichworte.

Letzte Woche sorgte eine Meldung für Aufruhr, wonach Jugendliche nicht mehr zwischen Werbung und Nachricht unterscheiden können. Ich würde mal behaupten, das geht nicht nur Jugendlichen so, sondern auch vielen erwachsenen Frauen, die die (gesponserten und unmerklich als Anzeige getarnten) Beauty-Seiten in der BUNTE durchblättern.

Im Mittelalter brüllte ein Mann auf dem Marktplatz die Neuigkeiten aus dem Umland. Briefe waren monatelang unterwegs. Damals konnten sich die Menschen keine richtige Meinung bilden, weil sie zu wenig Informationen hatten, vor allem die Landbevölkerung. Die hatte nur ihre Erfahrungen und ihren Glauben.

Die Erfindung des Buchdrucks war deswegen ein Meilenstein (auch wenn Kritiker damals genau wie heute fragen, ob das schon der Anfang vom Ende war). Auch dass in den folgenden Jahrhunderten immer mehr Menschen lesen und schreiben lernten. Dass es irgendwann sogar Medien gab, die die Bevölkerung informierten – mit all den Problemen, die es bei massenmedialer Berichterstattung immer schon gab.

In den letzten 50 Jahren haben sich diesbezüglich ein paar Begriffe etabliert, die versuchen, unser Zeitalter oder unsere Gesellschaftsform zu beschreiben: Kommunikationszeitalter, Informationszeitalter, Mediengesellschaft oder  Wissensgesellschaft. Ich denke, die letzten Monate haben gezeigt, dass wir – was den Einzelnen und seinen individuellen Wissensstand betrifft – weit von einer „Wissensgesellschaft“ entfernt sind (abgesehen davon, dass echtes Wissen immer noch Macht bedeutet). Dass andererseits zu viele, schlecht oder unzureichend kommentierte Informationen die Menschen genauso weit von einem Wahrheits-Bild wegführen wie wenig oder keine Informationen.

Die BILD(!)-Zeitung postuliert das seit Jahren: Bild dir eine Meinung. Sprich: Lies unsere Zeitung – das reicht. Nein, das reicht eben nicht. Das wusste man aber auch immer schon, sogar die Leser der BILD. Aber heute? Selbst ich kann nicht auf Anhieb jede Quelle einschätzen – und ich bin „Journalist“. Wie soll das ein 15-Jähriger können?

Die Politik hat es versäumt, neben der technologischen Entwicklung der Medien auch die Medienpädagogik weiterzudenken, dabei gab es früh genug warnende Stimmen. Und die klassischen Medien haben es versäumt, ein sicheres Netz zu den jungen Lesern und Hörern zu knüpfen. Jetzt müssen sie zusehen, wie sich Meinungen verselbständigen. Und zwar meistens die Meinungen, die am krassesten sind. Oder am grellsten verpackt. Oder von Popstars verkündet.

Ironischerweise sind wir damit der mittelalterlichen Landbevölkerung wieder ziemlich ähnlich geworden. Ich meine, die Bundeswehr wirbt mit einer Doku-Soap bei Youtube für Nachwuchs. Das sagt ja eigentlich alles.

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Wir sind vielleicht besser informiert denn je. Aber was wissen wir wirklich? Insofern ist es auch kein Wunder, dass der Glaube verschiedentlich wieder so einen hohen Stellenwert einnimmt.

Jetzt sind Medien und Politiker ratlos. Wie konnte die Welt so aus den Fugen geraten? Ja, das kommt davon, wenn man auch Geisterfahrer und Leute ohne Führerschein mit einem Panzer auf die Datenautobahn lässt.

Eigentlich muss es heißen: Bilde dir eine eigene Meinung. Oder noch besser: Informiere dich so, dass du dir ein eigenes Urteil erlauben kannst, welches der Summe, nein, der Schnittmenge der subjektiven Wirklichkeiten so nah wie möglich kommt.

Ich mache noch eine andere Beobachtung: Dass dieses allgemeine, ungute Gefühl, das nun überall herrscht, selbst schon wieder ein Katalysator für neue Meinungen geworden ist. Dass – wiederum auf einer Marketingebene – an einem guten Gefühl gebastelt wird. EDEKA hat wieder einen Weihnachtsspot gemacht: Wir sollen Zeit verschenken. ALDI hat vorher proklamiert: Weil einfach einfach einfach ist. Das ist alles gut gemacht und für zynische Soziologen ganz amüsant, wie die Kreativen, angesichts des globalen Chaos, alle gerade emotional zusammenrücken. Aber wie nachhaltig ist das? Ist ja nur Werbung …

28. November 2016 von Gerrit
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Das Leben ist wirklich schön

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Jeder geht im Leben durch Höhen und Tiefen. Und wenn es nicht ab und an die Tiefen gäbe, wüsste man die Höhen auch nicht mehr zu schätzen.

War in den letzten Tagen – wie vermutlich die meisten von Euch – etwas „trumpisiert“, d.h. ich wusste, es geht mir, objektiv betrachtet, gut, fühlte mich innerlich jedoch wie einer, der mit verbundenen Augen, Händen und Füßen auf einer Bombe sitzt.

Es erstaunt mich immer wieder, wie fragil die menschliche Psyche in einer solchen Situation ist. Wie ein paar kleine Alltäglichkeiten, gepaart mit dieser allgemein-kippenden Stimmung, mit einem Mal zu einem unüberwindlichen Hindernis werden können. Und wie schnell sich diese Berge dann manchmal wieder von alleine abtragen.

So dachte ich am Sonntag wirklich, mein alter Elch wäre reif für den Schrott. Das hätte mich fast umgehauen. Materiell, aber vor allem emotional. Zum Glück half mir meine Schwester (am Sonntag, auf dem platten Land, wohlgemerkt), einen Schrauber zu finden, der sich das angucken wollte. Am Montag Nachmittag bekam ich einen Anruf aus dessen Werkstatt, und die erste Diagnose besätigte meine Vermutung: Neue Hinterachse. Kacke. In meiner ganzen Not habe ich meinen Vater angerufen, ehrlich, ich fühlte mich wieder wie ein kleiner Junge, dessen BMX-Rad einen Plattfuß hat. Und mein Vater war sofort zur Stelle, meinte, klar, kriegen wir hin, komm einfach mit dem Auto runter. Aber wie? Woher einen Trailer bekommen? Außerdem kommen die Kinder nächstes Wochenende … wiewiewie? Parallel rief der Typ aus der Werkstatt meine Schwester an und meinte, er könne das Auto so fahrbereit machen, dass ich damit heil und sicher zu meinem Vater käme. Das war schon mal cool. Trotzdem hab ich in der Nacht auf Dienstag kein Auge zu getan.

Gestern Morgen hat mich meine Freundin zur U-Bahn gefahren und mir Mut zugesprochen, dass alles gut werde, und es am Ende „nur eine Autoreparatur“ sei, was ja auch stimmt. Und plötzlich hab ich die Dinge wieder positiver gesehen. Freute mich darüber, dass meine Liebsten für mich da sind und mein Vater schon bei sich daheim an einer Lösung bastelte. Hab daraufhin einem Obdachlosen an der U-Bahn einen Kaffee spendiert und seiner Kollegin eine Hinz&Kunzt abgekauft. Klingt dämlich, aber mit einem Mal spürte ich wieder, Alter, es geht in diesem Leben hier nicht nur um dich.

Abends bin ich dann mit Bus und Bahn aufs Land gefahren, um mein Auto abzuholen. Auf dem Weg hab ich die Hinz&Kunzt gelesen, darin u.a. ein ganz tolles Interview mit Wolf Biermann und einer Reportage über ein paar Obdachlose und wie die sich jetzt auf den Winter vorbereiten. Und da bin ich ganz demütig geworden, und ich dachte, verdammt, sei doch nicht immer so ein ängstlicher, bescheuerter Idiot, der sich von einer Autoreparatur ins Bockshorn jagen lässt. Meine Laune wurde immer besser. Ich dachte, ey, der Vater von Wolf Biermann wurde in Auschwitz ermordet, deiner lebt noch und ist da für dich, das ist doch super. Und dann sammelte mich meine Schwester auf und grinste so komisch, und in der Werkstatt erzählte mir der Typ schließlich, dass sich der Schaden auf den zweiten Blick als viel harmloser herausgestellt hat. Nicht mal halb so schlimm, sondern sechstel oder sogar achtel so schlimm. Zufall?

Und jetzt setze ich mich gleich in die alte Karre und fahre zum Fußball, in dem Wissen, dass ich mich im Notfall auf meine Freundin und meine Familie verlassen kann – und es am Ende immer noch einen Schutzengel gibt, der den Pechvogel im Zweifel überholt.

16. November 2016 von Gerrit
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Das Leben ist schön

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Der 9. November – von jeher ein geschichtsträchtiger Tag. Bislang nur in Deutschland, heute auf der ganzen Welt. Das nennt man wohl „Ironie der Geschichte“. Oder ist das schon Zynismus?

Meine Freundin begrüßte mich heute Morgen mit Tränen in den Augen. Ich dachte, ich hätte womöglich im Halbschlaf irgendetwas Unüberlegtes gesagt, doch sie murmelte bloß: Trump hat die Wahl gewonnen!

Ich hab die letzten Monate hier viel dazu geschrieben. Was das für ein Wahnsinn ist, dass die Medien so einen Typen hochjazzen, weil er Quote bringt. Ich habe aber auch immer gedacht: Es wird nichts passieren. Habe beim Bloggen sogar manchmal eher damit kokettiert, wie schlimm das wäre, wenn er gewählt würde, weil ich mir eigentlich sicher war, dass das nicht passieren würde. So gesehen, IST Amerika wirklich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Das ist ein politisches Ereignis, welches die Welt – in dieser ohnehin schon unruhigen Zeit – ganz schön auf den Kopf stellt. Ein Ereignis, das man seinen Kindern erklären muss. Vor dem man ihnen die Angst nehmen muss. Ich dachte heute spontan an „Das Leben ist schön“, den wunderbaren Film von Roberto Benigni, in dem ein Vater versucht, seinem Sohn im KZ vorzugaukeln, die Gefangenschaft im Konzentrationslager sei nur ein großes Spiel und alles in bester Ordnung.

Er tut das, um seinen Sohn zu beschützen. Ich weiß, ich lebe nicht in einem KZ, aber den Impuls, meinen Söhnen die Wahrheit zumindest schonend beizubringen und sie nicht mit meiner Sorge anzustecken, kenne ich seit heute besser denn je.

Thomas Hobbes erarbeitet in seinem Werk „Leviathan“, einem der wichtigsten, politischen Bücher überhaupt, die Bedeutung eines starken politischen Führers zum Wohle des Volkes. Die Gewaltenteilung lehnt er ab. Eine Art Monarchie kann er sich unter Umständen vorstellen. Eine wichtige Voraussetzung, die das Oberhaupt allerdings erfüllen muss: Es muss gut und kompetent sein. Hobbes schrieb das Buch damals unter dem Eindruck des Englischen Bürgerkrieges, der das Land ins Chaos führte. Wenn ich mir den gewaltigen, globalen „Rechtsruck“ anschaue, kann ich nur sagen: Hobbes hat recht. Vorausgesetzt, es gibt da draußen einen klugen, uneitlen, weitsichtigen, großzügigen, aufgeklärten Menschen, der den Job übernimmt –  Bitte, schafft die Demokratie ab! Oder legt eine Pause ein. Weil das System momentan zu anspruchsvoll für den Bürger ist. Auf der anderen Seite liegt genau darin die Schuld der Politik. Wenn Regierungen eben nur den Blick auf Wirtschaftsbeziehungen und die Sicherung von Rohstoffen richtet, anstatt auf die Aus-Bildung ihrer Bürger, dann kommt leider zwangsläufig irgendwann genau das dabei heraus.

Und deswegen sind die ganzen Wutbürger und Protestwähler weltweit womöglich sogar zurecht unzufrieden mit den etablierten politischen Kräften. Paradoxerweise jedoch nicht aus dem Grund, weswegen sie wirklich sauer sein könnten: Dass sie nämlich keine angemessene Bildung erhalten.

09. November 2016 von Gerrit
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A-Synchron

Hilfe!!!

Hilfe!!!

Internet hakt. Wollte heute eigentlich meinen ersten Facebook-Post absetzen, aber irgendwie ist da so eine seltsame Hemmschwelle. Hab mich also noch mal in meinen Blog verzogen …

Ich meine, was postet man da bei FB in aller Kürze? Dass ich – angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahl in den USA – am Sonntag Morgen beim Frühstück mit allen Kindern und meiner Liebsten dachte: Okay, halte diesen Moment im Herzen fest, das ist unsere Henkersmahlzeit …?

Oder ein Foto von der 70er-Party, auf der wir am Samstag waren? Und dass die Gastgeberin sagte: Cool, voll der Asi-Look! Obwohl ich die Trainingsjacke ständig und ernsthaft trage?

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Oder dass sich manchmal die ganze Komplexität der Welt in zwei aufeinanderfolgenden Bildern erklärt?

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Oder dass die Alphabeten einen neuen Bilderwitz rausgehauen haben?

Keine Ahnung …

07. November 2016 von Gerrit
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Face-to-facebook

Wiederwalser

Wiederwalser

Bin seit gestern bei Facebook. Wegen allem. Müsste eigentlich mal was posten. Hab aber irgendwie Hemmungen. Könnte ja jemand lesen. Vielleicht nachher. Muss das erst lernen. Fühlte mich gestern Abend schon gleich ein bisschen erschlagen von dieser Freundschaftswelle. Müsste da jetzt wahrscheinlich auch posten, dass ich gebloggt habe. Oh, Gott, ich werde mich bald in einer kommunikativen Metaschleife verheddern.

01. November 2016 von Gerrit
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Schneewalser

In einigen Busse bei uns in Hamburg gibt es hinter dem Fahrer so ein kleines Regal mit Büchern, die man mitnehmen und irgendwann im nächsten Bus wieder zurückstellen kann. Letztens hat meine Freundin ein dünnes Büchlein von Martin Walser mit nach Hause gebracht: Der Grund zur Freude. Das habe ich mir heute nach einem verkorksten 0:1 gegen den Tabellenletzten mal vorgenommen. Darin stehen so kleine Sprüche und Gedanken, und obgleich einige von denen schon 50 Jahre alt sind, fand ich sie erstaunlich aktuell. Oder, andersherum, es hat sich am Ende doch nichts wesentlich verändert. Da ich letztens überlegt habe, den Fernseher abzuschaffen, um wieder mehr selbst zu schaffen, bin ich gleich über einen der ersten Verse gestolpert:

Ich lese

Ich lese

Schöne Kunstform, diese Vierzeiler, hab die hier gerade irgendwo bei mir gefunden:

Er kauft Blumen für seine Frau.
Blumen für seine Frau, denkt er, sind eine gute Investition.
Eine Frau rennt an ihm vorbei.
Eine Frau, die rennt, denkt er, zeigt ihr wahres Gesicht.

30. Oktober 2016 von Gerrit
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na, alphabeten

Liebe Leser,
ich mache es kurz: Hier der erste, offizielle Bilderwitz von den Alphabeten. Natürlich auch bei facebook & Co. Seit heute Morgen online, bin janz jeck vor Jlück.

spargeltarzan

Mehr demnächst, keine Sorge, gebloggt wird weiterhin, ich hoffe, ihr habt ein bisschen Freude damit.

Ich jedenfalls jetzt schon:

geile-statistik

Else, thanx for spreading.

28. Oktober 2016 von Gerrit
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Grusel, Clown

Meine Büronachbarin hat mich heute Morgen (in ganz anderem Zusammenhang) gefragt, was ich über die T-Aktie wisse. Also sagte ich ihr, was ich weiß: Dass viele Kleinanleger damals ihr Geld in die neue Telekom-Aktie gesteckt und im weiteren Verlauf Verluste erlitten haben, und zwar so eklatant, dass sich das Werbegesicht der T-Aktie, Manfred Krug, Jahre später in einem Interview öffentlich dafür entschuldigte. Daraufhin fragte ich sie, ob Manfred Krug noch lebe, und das wussten wir beide nicht. Zwei Stunden später kam plötzlich bei Spiegel Online die Meldung, dass Manfred Krug gestorben sei. Das war irgendwie ziemlich gruselig. Als hätte ihn meine harmlose Frage, ob er noch lebe, schnurstracks ins Jenseits befördert.

Ansonsten? Freue ich mich sehr über die neue Ausgabe der 11Freunde, die gestern per Post ins Haus geflattert kam. Bisschen viel Werbung dabei, aber das geht heutzutage wohl nicht mehr anders. Jedenfalls habe ich mich sehr über eine Deutschlandkarte gefreut, für die der Blogger „Trainer Baade“ verschiedene, regionale Bezeichnungen eines beliebten Bolzplatz-Spieles gesammelt hat, bei dem man den Ball hochhalten und aus der Luft versenken muss. Haben wir früher auch immer gespielt. Wer verschießt, muss ins Tor, wer keine Punkte mehr hat, bekommt noch einen Elfmeter („Henker“), wenn er den verschießt, hat er verloren. Und in der Tat fand sich im Raum NRW die Bezeichnung „Technik“, so hieß das auch bei uns in Münster. Es gab allerdings noch einen zweiten Namen, der nicht auf der Karte stand, und den ich hiermit feierlich hinzufüge: „Spezi“!

Und? Das hier. Für einen fußballverrückten Literaturliebhaber wie mich – Knaller!

Quelle: Neue 11Freunde - kaufen!

Quelle: Neue 11Freunde – kaufen!

Undund? Ich frage mich insgeheim, ob Donald Trump noch lebt …

 

27. Oktober 2016 von Gerrit
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After Show

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Das Sophia-Konzert war toll. Trotz leicht mulmiger Anfahrt mit der belasteten U-Bahn. Immer noch die Aufkleber auf den Mülleimern, dass diese zu meiner Sicherheit übergangsweise versiegelt seien (siehe oben). Aber natürlich alles gutgegangen.

Und die Band war einfach großartig. Sehr dynamisch. Sehr breit. Und tolle Texte: Der Tod kommt langsam, wenn man auf ihn wartet …

Hatte im Vorfeld noch ein paar Interviews mit dem Sänger und Komponisten Robin gelesen, in denen er beschreibt, wie oft er ganze Songs wieder verwirft, weil er sie plötzlich zu poppig findet. Was zugleich die Antwort auf meine Frage ist, warum es solche Künstler nie ganz nach oben schaffen. Oder anders gesagt: Wäre ihm ein Stück wie Chasing Cars von Snow Petrol eingefallen, er hätte es sofort wieder weggeschmissen.

 

23. Oktober 2016 von Gerrit
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